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Andrea Herzog holt Weltcup-Bronze in Prag
Sie kann es noch. Andrea Herzog (Leipziger KC) gewinnt nach dem dritten Platz im Canadier im neuen, nicht-olympischen Wettkampfformat Short-Slalom beim Weltcup im tschechischen Prag nun auch Bronze im klassischen Slalom. Im Vorlauf wegen zwei Torstabberührungen gerade noch als Letzte in das Finale gerutscht und somit zuerst im Endlauf gestartet, musste die 25-Jährige lange warten, bis sie wusste, was ihr Rennen wert war. Eine gute Zeit mit 104,91 Sekunden hatte sie gesetzt. Sie war trotz einer Torstabberührung 2,23 Sekunden schneller als die Vorlaufsiegerin Elena Lilik (KS Augsburg). Zum Sieg reichte es am Ende nicht, denn Zuzana Pankova aus der Slowakei und der Slowenin Eva Alina Hocewar gelang es, fehlerfrei durch den schwierigen Parcours zu paddeln, was am Ende mit Gold und Silber belohnt wurde.
Herzog sieht jedoch Gold nicht verloren, sondern eher Bronze gewonnen, auch wenn „der Zweier schon ganz schön ärgerlich war, das muss ich zugeben. Aber ich glaube, ich habe schon Bronze gewonnen, weil ich mir ab Tor 15 gesagt habe: Ich muss jetzt einfach fahren.“ So sei sie nur noch ganz großes Risiko gefahren. „Ohne den Zweier hätte ich das vielleicht nicht so gemacht. Ich bin superstolz auf mich, dass ich so reagiert habe, dass ich den restlichen Lauf noch so herunterbekommen habe.“ Positiv nehme sie auch mit, dass sie trotz einer Torstabberührung noch auf das Podest fahren könne. Ihr Trainer Felix Michel sagte: „Wir haben die Nerven bewahrt. Die zwei vergangenen Weltcups und auch die EM waren wirklich nicht nach unseren Vorstellungen.“ Die Frage war dann, was man noch kurzfristig verändern könne. „Dann haben wir versucht, kleine Baustellen noch einmal umzustellen und Ruhe bewahrt“, und an die alten Stärken geglaubt. „Und das war heute, glaube ich, ein bisschen der Schlüssel zum Erfolg. Nicht zu viel wollen, und nur das machen, was man kann.“ So sei der Erfolg, glaube er, „ein kleiner Befreiungsschlag für sie“, aber, so betonte der Trainer, „am Ende auch für mich, dass wir wissen, dass es geht“.
Im Kajak-Einer der Damen sorgte Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA) mit Platz sieben für das beste Ergebnis aus deutscher Sicht. Zwei Torstabberührungen standen der 33-Jährigen auf dem Weg zu Gold im Weg. Die Podestplätze gingen somit an die US-Amerikanerin Evy Leibfarth, Camille Prigent aus Frankreich und die Britin Lois Leaver.
Neben Herzog und Funk schaffte es aus dem deutschen Team nur noch Elena Lilik im Canadier, in ein Finale zu paddeln. Die C1-Paris-Olympia-Silbergewinnerin konnte dann jedoch ihre Leistung aus dem Vorlauf nicht wiederholen. Bereits nach acht Toren hatte sie sehr viel Zeit liegengelassen. Das ist nicht ungewöhnlich bei ihr, ihre Stärke liegt vor allem darin, am Ende immer schneller zu werden. Diesmal hat es nicht geklappt, Zehntel um Zehntel kamen hinzu. Wegen eines zudem verpassten Tores, was mit 50 Strafsekunden geahndet wurde, landete die 26-Jährige am Ende auf Platz elf.

Die weiteren Deutschen schafften den Finaleinzug nicht

Die dritte deutsche C1-Paddlerin, Nele Bayn (Leipziger KC), verpasste als Vorlauf-21. Das Finale der besten Zwölf. Das C1-Finale der Herren fand ohne deutsche Beteiligung statt. Bestes Ergebnis erreichte Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) mit Rang 15. „Die Strecke hatte sehr viele Tücken, wenn man kurz einen kleinen Fehler drin hat, dann hat man den Schwung verloren“, sagte der 35-Jährige. Der Knackpunkt bei ihm sei an einer Stelle gewesen, „ich habe es ein bisschen zu schön machen wollen. Und dann war ich ein bisschen von der Ideallinie weg und dann musste ich hinkämpfen. Und dann verleirt man schnell seine zwei bis drei Sekunden. Und das darf man sich mittlerweile nicht mehr erlauben.“ In Richtung WM sehe er eine steigende Tendenz bei ihm, „die Moves kommen. An der Schnelligkeit liegt es nicht“. Es gehe mehr darum, die Technik auf den Punkt zu bringen, „die Moves müssen zu 100 Prozent sitzen und nicht nur zu 75 Prozent“. Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) war zwar auch ohne Torstabberührung durch den Kurs gekommen, doch seine Fahrzeit reichte nur für Platz 21. Sein Clubkamerad, Nachwuchshoffnung Niels Zimmermann, paddelte auf den 41. Rang in dem 50-köpfigen Feld. Für den 19-Jährigen gilt es, wichtige Erfahrungen in der Weltelite zu sammeln. Gold, Silber und Bronze gingen an die Franzosen Nicolas Gestin, Mewen Debliquy und Yohann Senechault.
Die Kajak-Damen konnten den Coup von gestern im Short-Slalom nicht wiederholen. Die beiden Schwestern Elena Lilik und Emily Apel (beide Kanu Schwaben Augsburg) hatten große Probleme auf der sehr schwierig gehängten Strecke mit insgesamt 25 Toren. Lilik war bis Tor 21 sensationell unterwegs, war bei der dritten Zwischenzeit ganz vorn dabei, doch dann schlug der „Gamechanger“ der letzten drei Tore zu. Die Augsburgerin verpasste ein Tor und musste deshalb eine Hilfsschleife drehen, um nicht die 50 Strafsekunden dafür zu kassieren. Das kostete zu viel Zeit und am Ende mit Rang 25 den Finaleinzug. Apel fand im wilden Wasser der Moldau von Beginn an nicht die Ideallinie, verlor Sekunden um Sekunden und landete chancenlos auf dem 29. Platz.
Wie das Canadier-Herrenfinale fand auch das Finale im Kajak-Einer der Herren ohne deutsche Beteiligung statt. Bester Deutscher war Hannes Aigner (Augsburger KV). Sein Lauf sah sehr gut aus, die Schnelligkeit stimmte. Die Zeit hätte gereicht, um in das Finale zu kommen. Doch an Tor drei touchierte der 36-Jährige den Stab. „Leider ist mir dort ein Missgeschick passiert: Die Kante vom Boot ist hochgekommen, dann ist der Stab mir um die Ohren geflogen. Dass das jetzt mit 50 Strafsekunden bewertet wurde, ist mir glaube ich, auch noch nicht in meiner langen Karriere passiert“, erzählte der Augsburger. Am Ende landete er auf Platz 46. Nach der EM in Paris war er aus der internationalen Saison zunächst ausgeschieden, hatte auf die ersten beiden Weltcups verzichtet, um sich zuhause auf die weiteren Wettkämpfe vorzubereiten. Er denke jetzt, er sei konkurrenzfähig. „Die Linie stimmt, ich denke, darauf kann man jetzt aufbauen.“ So hoffe er, dass die zweite Saisonhälfte nun besser für ihn laufe.
Auch die beiden anderen Deutschen, Stefan Hengst (KR Hamm) und Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) kamen nicht ohne „Fünfziger“ durch den Stangenparcours. Beim Augsburger standen am Ende sogar 100 Strafsekunden auf der Anzeigetafel. Somit landeten sie auf den Rängen 55 und 68 in dem 78 großen Teilnehmerfeld.
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Presse / Text und Fotos Uta Büttner DKV/ 28.6.2025
Fotos:
Text: Uta Büttner Fotohinweis: Fotos frei für die redaktionelle Veröffentlichung mit Angabe der Quelle: Uta Büttner 


Kanuslalom Weltcup Prag (Tschechien) vom 27. bis 29. Juni - Elena Lilik wieder dabei - Hannes Aigner zurück

Am Freitag startete der dritte Weltcup im Kanuslalom und Kajak-Cross dieses Jahr im tschechischen Prag. Das erste Mal mit dabei in dieser Saison ist Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg). Nach ihrer Handgelenks-OP musste die 26-Jährige bisher pausieren. Die Paris-Olympiasilbergewinnerin im Canadier-Einer wird in allen Bootskategorien starten. Für die WM in Australien muss sie sich in einem internen Ausscheid nur noch im Kajak-Cross gegen Nele Bayn (Leipziger KC) durchsetzen. Im Canadier-Einer und Kajak-Einer wird es keinen Ausscheid gegen eine andere aus dem deutschen Team mehr geben, da sowohl Kimberley Rappe (Leipziger KC) im Canadier als auch Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) im Kajak nicht den vom Deutschen Kanu-Verband geforderten Leistungsnachweis erbringen konnten.
Zudem steigt erstmals Hannes Aigner (Augsburger KV) in die diesjährige Weltcup-Saison ein. Der 36-Jährige war nach der EM in Paris ausgestiegen, um sich individuell auf die internationalen Wettkämpfe vorzubereiten. Andrea Herzog (Leipziger KC) muss auf einen Start im Kajak-Cross verzichten, da nur drei Athletinnen pro Nation starten dürfen und der interne Ausscheid zwischen Lilik und Bayn in Prag stattfindet.
Neues Format „Short Slalom“ in Prag
Der Weltverband ICF hat in dieser Saison zudem ein komplett neues Wettkampfformat eingeführt, den Ausrichtern wird dabei freigestellt, ob sie diesen zusätzlichen Wettkampf in ihr Weltcup-Programm aufnehmen. Prag hat sich dazu entschieden. Auf einer verkürzten Strecke mit nur zwölf Toren heißt es Vollgas geben. Es gibt dabei einen Vorlauf, bei dem sich die besten Zwölf direkt für das Finale qualifizieren. Dieses neue Format, erstmals beim Weltranglistenrennen in Markkleeberg ausgetragen, kam bei den Sportlerinnen und Sportlern sehr gut an. So sagte Noah Hegge, „es macht Spaß zuzusehen und natürlich auch selbst zu fahren“. Andrea Herzog meinte unter anderem, aufgrund dieser kurzen Strecken sei dies noch einmal eine ganz andere Herausforderung. Auch Ricarda Funk ist begeistert: „Ich finde es sehr attraktiv für die Zuschauer. Für uns Athleten ist es natürlich eine große Umstellung, zumal ich noch aus einer Zeit ohne Cross, wo ich mich auf maximal drei Läufe am Wochenende konzentriert habe.“
Weltcup Prag: Platz drei für Emily Apel und Andrea Herzog im Short-Slalom
Riesenjubel bei Emily Apel. Große Erleichterung und Freude bei Andrea Herzog. Beide paddeten im neuen Wettkampfformat Short-Slalom beim Weltcup im tschechischen Prag auf den dritten Platz. Apel (Kanu Augsburg) im Kajak. Herzog (Leipziger KC) im Canadier. Für die 22-jährige Augsburgerin der erste große Erfolg bei der Weltelite. Für die drei Jahre ältere Leipzigerin, die bereits zwei Weltmeistertitel und Olympia-Bronze in der Tasche hat, der erste, so sehr ersehnte Erfolg in dieser Saison.
Emily Apel streckte beim Überfahren der Ziellinie die Faust gen Himmel. Zwar starteten zu diesem Zeitpunkt noch neun weitere Paddlerinnen, aber die 22-Jährige war glücklich über ihren Finallauf, in dem sie im Vergleich zum Vorlauf 1,82 Sekunden schneller war. „Es war ein bisschen spannend. Ich habe das erste Aufwärtstor nicht so getroffen, wie ich wollte. Ich habe dann aber versucht, bei mir zu bleiben, und das hat ganz gut geklappt“, sagte sie. Der Short-Slalom gefalle der Augsburgerin, auch wenn man sich weniger Fehler erlauben dürfe, weil es weniger Tore sind und „Berührungen umso tödlicher sind. Im klassischen Slalom ist die Schwierigkeit, den ganzen Lauf herunterzubringen.“ Deshalb sei das Risikomanagement ein wenig unterschiedlich, meinte sie. „Der Finaleinzug hatte ihr schon ordentlich Selbstvertrauen gegeben“, resümierte Trainer und Vater Thomas Apel. Erfreut war er, dass sie im Finallauf ihre Zeit noch einmal verbessern konnte. „Sie ist locker geblieben, der Kopf hat nicht zu sehr mitgespielt.“ Das Rennen gewann die Ausnahmeathletin Jessica Fox aus Australien vor der Polin Klaudia Zwolinska.
Andrea Herzog sicherte sich Bronze im Canadier. Mehrfach in dieser Saison zeigte sie, dass sie ganz vorn mit dabei sein kann, doch jedes Mal unterlief der Leipzigerin dann doch ein Fehler, weshalb sie die Finals verpasste. Im Short-Slalom hat es nun endlich geklappt, was der 25-Jährigen Selbstvertrauen in ihre Leistung zurückbringen sollte, zumal sie zwei sehr gute Läufe zeigte. „Ich freue mich wahnsinnig, dass es trotz der blöden Berührung noch gereicht hat. Ich hatte kurz vor dem Tor noch eine Fliege verschluckt, das hat mich vor der Reinfahrt in das Tor kurz beschäftigt und das war es dann leider schon passiert. Aber ich bin trotzdem super zufrieden. Ich kann noch Wettkampf fahren, das habe ich jetzt bewiesen“, sagte die Leipzigerin. An ein Vorbeikommen an der Siegerin, Lokalmatadorin Gabriela Satkova, war in diesem Rennen kaum möglich. Sie war supergut gefahren, resümierte Herzog anerkennend. „Sie zu schlagen, wäre richtig hart gewesen. Da werden wir im Sommer nochmal richtig trainieren müssen.“ Zweite wurde Satkovas Schwester Martina.
Die weiteren deutschen Finalisten Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg) und Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) belegten die Plätze fünf und neun im Kajak. Funk fand heute keinen richtigen Zugang zur Strecke. Bereits im Vorlauf hatte die 33-Jährige einige Schwierigkeiten, musste kämpfen. Dennoch konnte sie sich noch geradeso als Zwölfte für den Endlauf qualifizieren. Im Finale lief es besser, doch nicht optimal. Nicht die beste Linie auf dem Wasser gefunden, zudem eine Stangenberührung katapultierte die Rheinländerin aus den Medaillenrängen. Lilik war nach ihrer Hand-OP nun in die internationale Wettkampfsaison eingestiegen. Im Canadier war sie als Vorlauf-21. ausgeschieden. Trainer und Vater Thomas Apel zeigte sich zufrieden. „Sie kann sehr viel Positives aus dem heutigen Tag mitnehmen“, sagte er. „Ich denke, da war vorher noch relativ viel Unsicherheit: Wie weit bin ich schon? Wo stehe ich?“ Nun habe sie im Kajak zwei sehr schöne Läufe gezeigt, im Canadier sei zwar ein großer Fehler dabei gewesen, aber „ich denke, jetzt kommt es darauf an, aus diesem heutigen Tag, ein bisschen Selbstvertrauen und Sicherheit zu ziehen, um morgen auf die lange Strecke umzumünzen.“
Im Canadier-Finale paddelte Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) als bester Deutscher in dieser Disziplin auf den sechsten Platz. Den Sieg sicherte sich der Brite Adam Burgess vor dem Slowenen Ziga Lin Hocevar und Nicolas Gestin aus Frankreich. Das K1-Finale der Herren fand ohne deutsche Beteiligung statt. Auf die Podestplätze paddelten Jakub Grigar (Slowakei), Gabriel des Coster (Belgien) und Mateusz Polaczyk (Polen). Die beiden anderen deutschen Canadierspezialisten, Lennard Tuchscherer und Niels Zimmermann (beide Leipziger KC) waren mit den Rängen 13 und 48 im Vorlauf ausgeschieden. Tuchscherer verpasste dabei mit 0,16 Sekunden Rückstand auf Platz zwölf äußerst knapp das Finale. Ebenfalls das Finale verpasste die Canadierspezialistin Nele Bayn (Leipziger KC). Wegen eines verpassten Tores, verbunden mit 50 Strafsekunden, landete die 25-Jährige auf Rang 30.
Diese Shortslalom-Strecke hatte es in sich. Auf dem verkürzten Kurs im Vergleich zum klassischen Slalom hatten sich die Designer einen äußerst anspruchsvollen Stangenparcours mit insgesamt 14 Toren ausgedacht. Jede Menge technische Fähigkeiten mussten gezeigt werden. Gerade im Kajak-Herrenbereich, in dem man schnell und aggressiv und dabei aber ohne Torstabberührung fahren muss, um eine Chance auf den Finaleinzug zu haben, hat sich das bemerkbar gemacht. So gab es ein großes Favoritensterben. Und auch alle deutschen Kajak-Männer verpassten das Finale der Top-Zwölf deutlich. Bestes Ergebnis erreichte Hannes Aigner (Augsburger KV) mit seinem 21. Rang. Stefan Hengst (KR Hamm) und Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) paddelten auf die Plätze 23 und 29. Beiden wurde ihre eine Berührung, verbunden mit zwei Strafsekunden, zum Verhängnis. Ihre reine Fahrzeit hätte für den Endlauf gereicht.
Fotohinweis: Fotos frei für die redaktionelle Veröffentlichung mit Angabe der Quelle: Uta Büttner, Text Uta Büttner/DKV 27.06.2025

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Weltcup-Siege für Ricarda Funk und Noah Hegge im Kajak-Einer
Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) gewinnt sensationell den Weltcup im französischen Pau im Kajak-Einer. Auch Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach/KSA ) holt in dieser Disziplin Gold für Deutschland.
Noah Hegge zeigte zwei beeindruckende Rennen. Als Halbfinal-Erster startete der 26-Jährige als Letzter im Finale. Zum ersten Mal ist es dem Augsburger gelungen, einen zweiten starken Lauf herunter zu zaubern. Für ihn ist der Weltcup-Sieg im Kajak-Einer zugleich sein erster großer Erfolg in dieser Kanuslalom-Disziplin. „Es ist unglaublich für mich. Ich bin so glücklich über meine beiden guten Läufe“, sagte Hegge. Sein bisher größter Erfolg ist natürlich die Olympia-Bronzemedaille im Kajak-Cross in Paris. Silber und Bronze gingen an den Italiener Xabier Ferrazzi und den Österreicher Felix Oschmautz.
Bild: Elena Apel
Verlass war wieder auf Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk. Zwar war ihr Lauf nicht perfekt, an einigen Stellen hatte die 33-Jährige etwas zu kämpfen, dennoch reichte es zu Platz eins. „Ich war nicht ganz auf der Linie drauf. Aber ich habe Ruhe bewahrt und auf meine eigenen Fähigkeiten vertraut“, sagte die Rheinländerin. Aufgrund ihrer Fahrt ohne Stangenberührung reichte es mit 1,22 Sekunden Vorsprung zum Sieg auf die Zweitplatzierte Eva Pietracha aus Frankreich. Dritte wurde die Britin Lois Leaver.
Für die junge Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) war es ein Erfolg, als Halbfinal-Elfte im Finale zu stehen. Leider konnte die 22-Jährige ihren fehlerfreien Lauf aus der Qualifikation nicht wiederholen. Sie startete gut in ihr Rennen, doch dann verlor sie etwas die Linie, verlor Sekunden und Sekunden. Hinzu kam, dass sie das vorletzte Tor verpasste. Mit insgesamt 52 Strafsekunden landete die Augsburgerin am Ende auf dem 13. Platz. Es waren 13 Finalistinnen, weil zunächst die Niederländerin Lena Teunissen disqualifiziert und damit nicht unter den besten Zwölf war. Erst viel später, nach Einspruch, wurde die Desqualifikation zurückgenommen, die aufgrund fehlerhafter Technik zu Unrecht erfolgte. Die Jury entschied dann, die Halbfinal-13. dennoch im Finale starten zu lassen.
Stefan Hengst (KR Hamm) hatte als Zwölfter zeitgleich mit einem anderen Starter knapp den Finaleinzug geschafft. Im Finale der somit 13 Besten startete der 31-Jährige gut in sein Rennen. Dann verlor er die Linie vor dem Tor 17, touchierte es und verlor viele Sekunden im letzten Abschnitt, weshalb es am Ende nur zu Platz elf reichte.

Junge Athleten müssen noch viel Erfahrung sammeln
Mit Platz 44 hatte Nachwuchspaddler Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach) keine Chance auf den Finaleinzug. Allerdings zeigte der 19-Jährige abschnittsweise ein gutes Rennen, was für die Zukunft hoffen lässt. Nachwuchshoffnung Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) paddelte auf Platz 41. Die 19-Jährige war chancenlos. Auch ohne der 52 Strafsekunden, die sie sich einhandelte, wäre sie mit ihrer reinen Fahrzeit von 115,89 Sekunden weit entfernt vom Finaleinzug gewesen. Damit wird Pirro den Weltcup-Zirkus verlassen und sich auf die U23-WM vorbereiten.
Am  Samstag fanden die Vorläufe und Finals im Canadier-Einer der Damen und Herren statt.

Bild: Noah Hegge

Weltcup in Frankreich: Enttäuschung im Canadier: Cheftrainer Klaus Pohlen zieht erste Bilanz
Nach den erfolgreichen Ergebnissen im Kajak beim zweiten Weltcup im französischen Pau gestern folgte die große Enttäuschung heute in der Canadierdisziplin. Die Finals der Damen und Herren fanden ohne deutsche Beteiligung statt. Cheftrainer Klaus Pohlen zieht positives Fazit für den Kajak-Bereich. Im Canadier ist bis zur WM noch einiges zu tun.
Bestes Ergebnis erreichte Nele Bayn (Leipziger KC) mit Platz 15. Ihr fehlten 0,31 Sekunden auf den letzten Finalplatz. Zwar kam die 25-Jährige ohne Berührung durch den Stangenparcours, allerdings verlor sie zwischen Tor sechs und zwölf komplett die Linie, was sie sehr viel Zeit kostete. Richtig ärgerlich war das Ausscheiden von Tokio-Olympia-Bronzegewinnerin Andrea Herzog (Leipziger KC). Die 25-Jährige zeigte einen sehr starken Lauf, mit ihrer reinen Fahrzeit hätte sie die Qualifikation gewonnen. Allerdings befuhr sie Tor 17 äußerst knapp, woraufhin die Kampfrichter entschieden, es war nicht korrekt und ahndeten es mit 50 Strafsekunden. Am Ende bedeutete das Rang 43. Ihre Clubkameradin, Nachwuchsathletin Kimberley Rappe, präsentierte sich mit Platz 24 in dem 47-köpfigen Feld gut. Für die 20-Jährige galt es vorrangig, Erfahrungen bei der Weltelite zu sammeln. Sie wird wie Kajakpaddlerin Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) nun die Weltcupserie verlassen und sich auf die U23-WM vorbereiten. Damit entfällt für die in Rekonvaleszenz befindliche Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg) nun auch im Canadier der interne Ausscheid um die Teilnahme an der WM in Australien.
Der beste deutsche Canadier, Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), landete auf Platz 23. Der 35-Jährige verlor im zweiten Streckenabschnitt die Linie und damit Sekunden um Sekunden. Hinzu kam noch eine Stangenberührung, verbunden mit zwei Strafsekunden. Auch Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) hatte mit dem Kurs zu kämpfen. Hinzu kamen vier Strafsekunden und damit Rang 28 für den 26-Jährigen. Für den 19-jährigen Niels Zimmermann galt es, weitere Erfahrungen in der Weltspitze zu sammeln. Mit einer Torstabberührung paddelte er am Ende auf den 39. Platz in dem 70 Mann starken Starterfeld.
„Nach den gestrigen Ergebnissen hatte ich ein supergutes Gefühl“, sagte Cheftrainer Klaus Pohlen. Die Mannschaft habe nach den sehr durchwachsenen Ergebnissen beim Weltcup-Auftakt vor einer Woche die Herausforderung angenommen. Mit den zwei Weltcup-Siegen im Kajak-Einer durch Noah Hegge (Kanu Schwaben  Augsburg) und Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA) und den beiden weiteren Finalteilnahmen von Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) und Stefan Hengst (KR Hamm) zeigte sich Pohlen äußerst zufrieden. Im Canadierbereich – ausgenommen Andrea Herzog – reiche es aktuell nicht, in der absoluten Weltspitze mitzufahren, konstatierte er nach den Leistungen von heute. Jetzt werde der Weltcup in Prag angeschaut und immer mit Blick auf den Saisonhöhepunkt, die WM in Australien, „müssen wir uns in Ruhe mit den Trainern zusammensetzen, um jeden einzeln für einen individuellen Trainingsaufbau noch einmal anzuschauen. Zum Glück ist die WM noch weiter weg.“ Dass die Jüngeren sich nicht weiter vorn platzieren konnten, sei okay, „das sind schwere Strecken“.
Mit dem Verlassen der A-Nationalmannschaft durch Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) und Kimberley Rappe (Leipziger KC) „wird Elena Lilik, wenn sie fit ist, die beiden Startplätze im K1 und C1 bekommen“, informierte Pohlen.

Weltcup Frankreich: Deutsche hatten keine Chance im Kajak-Cross
Im Kajak-Cross haben die Deutschen noch Nachholbedarf. Auch beim zweiten Weltcup im französischen Pau konnte niemand das Finale erreichen. Die besten Ergebnisse erreichten Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach), Andrea Herzog (Leipziger KC) und Stefan Hengst (KR Hamm) mit der Viertelfinalteilnahme. Bei den Damen gewann die Spanierin Miren Lazkano vor Chiara Sabattini aus Italien und der Landsfrau Maialen Chourraut. Die Herrenkonkurrenz entschied der Spanier Pau Echaniz für sich. Silber und Bronze holten der Tscheche Matyas Novak und Mathurin Madore aus Frankreich.
Bild: Ricarda Funk
Auch im Cross Individual, dem Einzelzeitfahren, blieb das DKV-Team medaillenlos. Gold, Silber und Bronze gingen bei den Damen an Camille Brigent (Frankreich), Ajda Novak (Slowenien) und Jessica Fox (Australien). Bei den Herren gewann dieses Format Jakub Krejci (Tschechien) vor Sam Leaver (Großbritannien) und Landsmann Matyas Novak.
Paris-Olympia-Dritter Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) ist bereits im ersten Kopf-an-Kopf-Rennen ausgeschieden. Der 26-Jährige war gut vom Start weggekommen, war zunächst an zweiter Position. Doch am ersten Aufwärtstor wurde der vom Italiener Giovanni de Gennaro attackiert. Beide behinderten sich, blieben im Tor hängen, was die beiden anderen Konkurrenten für sich nutzen konnten, indem sie einen großen Abstand herausholten. Keine Chance damit für Hegge auf ein Weiterkommen, auch wenn er sich am letzten Aufwärtstor als zwischenzeitlich Vierter noch den Italiener schnappte und als Dritter über die Ziellinie fuhr.
Knapp war das frühzeitige Aus von Ricarda Funk: Sie schien sich als Zweite in ihrem mit Angele Hug (Frankreich), Jessica Fox (Australien) und Chiara Sabattini (Italien) stark besetzten Viertelfinale für das Halbfinale qualifiziert zu haben. Doch dann entschied die Jury nach einigen Sekunden auf einen Fehler bei ihrer Kajakrolle. Damit schied die 33-Jährige als Dritte dieses Rennens aus.
Andrea Herzog schied in ihrem Rennen als Vierte aus. Für die Canadierspezialistin, die erstmals in diesem Jahr im Cross antritt, gilt es, viel Erfahrung zu sammeln. In ihrem Viertelfinale hatte sie sich mit einem guten Kampf am ersten Aufwärtstor auf den zweiten Platz vorgekämpft, dann allerdings die Linie verloren und sich auf der geraden Strecke überholen lassen.
Stefan Hengst lässt aktuell seine sonst gewohnte Aggressivität vermissen. Der 31-Jährige verlor im Viertelfinale am ersten Aufwärtstor den Kampf gegen den Australier Benjamin Pope. Damit war er so weit abgeschlagen, dass er keine Chance hatte, vorn noch einmal anzugreifen.
Canadierspezialistin Nele Bayn (Leipziger KC) war bereits im ersten Kopf-an-Kopf-Rennen ausgeschieden. Mit Clubkameradin Herzog lieferte sie sich in diesem Achtelfinale einen harten Zweikampf, den Herzog für sich entscheiden konnte und somit als Zweite in diesem Rennen ist das Viertelfinale paddelte. Für sie ist der Kajak-Cross wie für Herzog Neuland in dieser Saison.

Keine Medaillen für die Deutschen im Kajak-Cross Individual
In den Qualifikationsrennen für die Kopf-an-Kopf-Rennen, die zugleich als Medaillenwettkampf Kajak-Cross Individual gewertet werden, konnten die Deutschen ebenfalls nicht auf Podest paddeln. Als beste Deutsche bei dieser Wertung paddelte Ricarda Funk auf Platz sechs. Andrea Herzoglandete auf Rang 16, gefolgt von Clubkameradin Nele Bayn, die zwei Hundertstelsekunden langsamer war. Alle Drei hatten sich damit für die Kopf-an-Kopf-Rennen der Top 32 qualifiziert. Gestartet waren 47 Paddlerinnen. Mit den Ergebnissen haben sich damit die Frauen im Vergleich zum Weltcup-Auftakt vorige Woche leicht verbessert.
In der Herrenkonkurrenz im Einzelzeitfahren hatten sich Noah Hegge und Stefan Hengst (KR Hamm) mit Plätzen 24 und 30 für die Kopf-an-Kopf-Rennen qualifiziert. Wie bereits beim Weltcup-Auftakt vorige Woche verpasste Cross-Spezialist Tillmann Röller (KV Schwerte) mit Rang 34 erneut die Kopf-an-Kopf-Rennen der besten 32. Dem 23-Jährigen fehlten 0,08 Sekunden, um sich zu qualifizieren. Schade für ihn, denn seine Stärke liegt definitiv im Kampf Mann gegen Mann.
Bild: Sideris Tasiadis
Text: Uta Büttner
Weiter geht es nun mit dem 3. Weltcup vom 27.-29.Juni in Prag / Tschechien. Wir freuen uns wenn unsere Elena Lilik dann dort am Start in ihren beiden Disziplinen K1 und C 1 Damen dabei ist.

Hier finden Sie sämtliche ICF Weltcup Austragungsorte 2025 im Kanuslalom & Kayak Cross

1. Weltcup im Kanuslalom 06.-08. Juni 2025 in La Seu d'Urgell / Spanien
2. Weltcup im Kanuslalom 13.-15. Juni 2025 in Pau / Frankreich
3. Weltcup im Kanuslalom 27.-29. Juni 2025 in Prag / Tschechien
4. Weltcup im Kanuslalom 29.-31. August in Tacen / Slowenien (Ljubljana)
5. Weltcup im Kanuslalom 04.-07. September in Augsburg / Deutschland (Finale)
Die Weltmeisterschaft findet vom 29. September bis 04. Oktober 2025 auf der Olympiastrecke 2000 in Penrith/Australien (Sydney) statt

Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Presse / Zusammenfassung Pau / Fotos der Kanu Schwaben Teilnehmer von Marianne Stenglein
17.06.2025

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Weltcup-Auftakt vom 6. bis 8. Juni in Spanien
Der Weltcup-Auftakt im Kanuslalolom und Kajak-Cross im spanischen La Seu d’Urgell mit Start am Freitag wird mit Spannung erwartet. Insbesondere wird sich zeigen, welche Auswirkungen der neue Wettkampfmodus hat. So gibt es nur noch einen Vorlauf, bei dem sich die besten Zwölf sofort für das Finale qualifizieren. „Das erfordert eine Umstellung. Es geht sofort um Alles oder Nichts“, sagt Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg). Deshalb gehe es darum, sich möglichst schnell in den Wettkampfmodus zu bringen. Auch Andrea Herzog (Leipziger KC) betont, dass es zunächst auch darum ginge, sich an den neuen Modus zu gewöhnen, auch wenn „wir das letzte Jahr ja schon notgedrungen ab und zu schon einmal ausprobiert hatten“. Der Grund waren damals Wetterereignisse. Sie sei gespannt, wie das jetzt ist, wenn bereits nach nur einem Vorlauf nur die Top Zwölf ins Finale kommen, „wie sich das auch in der Aggressivität verändert, die schon in der Qualifikation gefahren wird oder ob da doch noch Sicherheitsvarianten eher noch gewählt werden“. Nachwuchshoffnung Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach), der bereits zum vierten Mal in La Seu ist, meint, „die Strecke liegt mir ziemlich gut würde ich sagen. Trotzdem ist die Anforderung dieses Jahr nochmals deutlich höher, da es kein Halbfinale gibt.“
Für die Weltcup-Debütantinnen Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) und Kimberley Rappe (Leipziger KC) gilt es, vielleicht schon in Seu ihren vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) geforderten Leistungsnachweis zu erbringen. Das bedeutet ins Finale der besten Zwölf zu fahren. Die Leipzigerin sagt: „Aber ich werde mir erst einmal nicht so viel Druck machen. Lieber einen Lauf herunterbringen, mit dem ich zufrieden bin. Und hier die Erfahrung bei den großen Wettkämpfen zu sammeln.“ Eine zweite Möglichkeit gibt es dann noch beim darauffolgenden Weltcup im französischen Pau. Gelingt der Leistungsnachweis nicht, wird es auch keinen internen Ausscheid um die WM-Teilnahme gegen Elena Lilik (KS Augsburg) beim Weltcup im tschechischen Prag geben. Pirro sagt im Vorfeld von Seu: „Bei mir geht es erst einmal darum, Erfahrungen zu sammeln.“

Bild: Emily Apel

Die Besonderheiten der Strecke in Seu

Die Strecke in den spanischen Pyrenäen ist speziell. Die 1992 für Olympia gebaute Strecke hat ein wenig ihre Eigenheiten. Es fließt weniger Wasser den Kanal hinunter – die flachen, schmalen Stellen sind anders zu fahren als woanders. Zwar sieht die Strecke sehr unscheinbar aus, aber sie hat ihre Tücken. Die Kehrwasser sind sehr klein, es ist sehr flach. Man bleibt hin und wieder mit dem Heck hängen. Besonders schwerere Athleten könnten dabei ein Problem haben. Deshalb muss man anders fahren als auf anderen Strecken. Das heißt, das Boot nicht so sehr im Wasser versenken und das Paddel an manchen Stellen herausnehmen, sonst bleibt man unten mit dem Paddel hängen.
Entsprechend hebt auch Olympiasiegerin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & Kanu Schwaben Augsburg) die Besonderheiten der Strecke hervor: sehr schmal, sehr eng. „Ich sage immer ganze gerne, dass ich von den Steinen ein bisschen attackiert werde: Man bleibt hin und wieder mal daran hängen. Daran muss man sich einfach gewöhnen.“ Gute Erinnerungen dürfte die Rheinländerin auf jeden Fall an Seu haben. Denn 2019 machte sie hier ihre erste Olympia-Teilnahme fest. Funk freue sich, „dass die internationale Saison nun endlich Fahrt aufnimmt. Die zwei Wochen Pause nach der EM in Paris hätten ihr jedoch gutgetan. „Die habe ich gebraucht, weil es nach der nationalen Quali Schlag auf Schlag weiterging“, sagt sie.

Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) sagt, „in Seu ist es immer tricky, sich auf den Kurs einzustellen. Es ist keine leichte, sondern eine sehr anspruchsvolle, charakterstarke Strecke, die aber auch Spaß machen kann.“ Kleinste Fehler würden bereits bestraft werden, „deshalb ist höchste Aufmerksamkeit geboten“.
Andrea Herzog (Leipziger KC) feierte 2019 ihren ersten Weltmeistertitel in Seu. „Mit Seu verbinde ich immer gute Erinnerungen, immer gute Wettkämpfe.“ Ihr Ziel sei, „genauso aggressiv an die Läufe heranzugehen wie ich das auch in Paris schon gemacht habe.“ Ansonsten gilt es natürlich weiter darum, sich ein gutes Gefühl aufzubauen, um mit ganz viel Erfahrung und Selbstbewusstsein in Richtung WM gehen zu können.“
Bild: Noah Hegge

Die Erinnerungen an 2019 in Seu waren für Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) sicher eher negativer Natur. Er kassierte damals eine umstrittenen 50-Sekunden-Strafe wegen eines nicht korrekt befahrenen Tores und verpasste damit das Olympia-Ticket. Zudem war es neben ihm auch keinem anderen Canadierpaddler damals gelungen, die Olympia-Quotenplatz für Tokio zu holen. 2019 war auch das bislang letzte Mal, dass Tasiadis in Seu war. Doch der Augsburger kann, wie kaum ein anderer sich schnell auf verschiedene Wildwasserverhältnisse einstellen. Zum Kanal sagt er, der zu den schwereren Athleten gehört: „Man muss sich hier und da etwas anders anpassen, weil es ein bisschen flacher ist. Man darf sein Paddel nicht ganz so weit ins Wasser stecken. Und wenn man bisschen schwerer ist, ist das Streckenprofil nicht so angenehm zu fahren, weil man hier und da mehr aufsetzt im Boden.“
Nele Bayn (Leipziger KC) will an ihre vergangenen guten Saisonergebnisse anschließen. „Grundsätzlich mag ich die Strecke hier in Seu sehr – auch wenn sie an manchen Tagen etwas herausfordernd sein kann. Der Kanal ist ziemlich schmal, und dadurch auf eine andere Art anspruchsvoll als viele andere Wildwasserstrecken“, sagt sie. Dennoch freue sie sich sehr auf den ersten Weltcup und sei gespannt, wie sie mit dem neuen System ohne Qualifikationsläufe zurechtkomme. „Mein erstes Ziel ist es, ins Finale zu fahren – und dann werde ich weiter schauen.“

Bild: Ricarda Funk


Klubkollege Niels Zimmermann hatte aufgrund eines Infektes die EM in Paris verpasst. „Ich möchte nun in Seu mit einem guten Gefühl in die Wettkampfsaison starten.“ Er freue sich sehr über die Chance, in diesem Jahr bei den internationalen Wettkämpfen der Leistungsklasse teilnehmen zu dürfen und so vor allem Erfahrung sammeln zu können.
Auf mehr Erfahrung kann Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) schon zurückschauen. Er sei inzwischen ganz vertraut mit der Strecke in Seu. „Ich fühle mich ganz wohl, hier herunter zu fahren“, sagt er. Der Leipziger sei gespannt auf das Kursdesign, weil die ersten Wettkämpfe in der Saison ein bisschen die Richtung zeigen würden, wie kommende Strecken gehängt werden. „Ich freue mich, dass es jetzt weltweit richtig losgeht. Ich fühle mich gut. Ich fühle mich fit, habe Bock.“

Hannes Aigner verzichtet auf den Start

Hannes Aigner (Augsburger KV) wird in La Seu und auch beim zweiten Weltcup im französischen Pau nicht starten. „Der Grund ist, dass ich im vergangenen Jahr ohne Trainer arbeiten musste, weil mein Platz in der Trainingsgruppe an einen Nachwuchssportler vergeben wurde. Erst jetzt, nachdem ich im WM-Team bin, konnte ich während der EM wieder ein paar Trainingseinheiten mittrainieren. Durch die lange Zeit ohne Trainer habe ich aber aktuell noch Defizite wie zum Beispiel unter Geschwindigkeit eine saubere Technik zu fahren. Das ist einer der Bereiche, die ich alleine nicht machen kann – einfach, weil ich mich weder selbst stoppen noch filmen und meine Fahrweise im Detail analysieren kann“, erklärt der Augsburger. „Deshalb steige ich später in die Weltcup-Serie ein und setze meinen Fokus voll auf die Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Penrith. Das WM-Ergebnis ist für mich – ebenso wie für Stefan Hengst – besonders wichtig, da wir die einzigen beiden Athleten sind, die einen Leistungsnachweis erbringen müssen, damit der Verband mit uns in Richtung 2028 plant. Angesichts dieser Ausgangslage ist das eine große Herausforderung.“
Text: Uta Büttner
Das Weltcup-Team in La Seu:
Hegge, Noah KS Augsburg K1 & Kajak-Cross
Hengst, Stefan KR Hamm K1 & Kajak-Cross
Dietz, Enrico RKV Bad Kreuznach K1
Röller, Tillmann KSV Schwerte Kajak-Cross
Tasiadis, Sideris KS Augsburg C1
Tuchscherer, Lennard Leipziger KC C1
Zimmermann, Niels Leipziger KC C1
Herzog, Andrea Leipziger KC C1 & Kajak-Cross
Bayn, Nele Leipziger KC C1 & Kajak-Cross
Rappe, Kimberley Leipziger KC C1
Funk, Ricarda KSV Bad Kreuznach K1 & Kajak-Cross
Apel, Emily KS Augsburg K1
Pirro, Paulina KSV Bad Kreuznach K1

Zeitplan:
Freitag, 6. Juni
11.05 – 13:50 Uhr Qualifikation Kajak Damen & Herren
15.05 – 15.43 Uhr Finale Kajak Damen
15.48 – 16.26 Uhr Finale Kajak Herren
 Bild. Sideris Tasiadis
Samstag, 7. Juni
10.25 – 12.50 Uhr Qualifikation Canadier Damen & Herren
14.05 – 14.43 Uhr Finale Canadier Damen
14.48 – 15.26 Uhr Finale Canadier Herren 

Sonntag, 8. Juni

10.00 – 10.55 Uhr Kajak-Cross Individual Damen (neu in diesem Jahr als Medaillen-Entscheidung)
11.00 – 12.24 Uhr Kajak-Cross Individual Herren (neu in diesem Jahr als Medaillen-Entscheidung)
14.00 – 16.14 Uhr Kajak-Cross Achtel,- Viertel- und Halbfinals Damen & Herren
16.02 – 16.07 Uhr Kajak-Cross Finale Damen
16.09 – 16.14 Uhr Kajak-Cross Finale Herren

Live-Ergebnisse: 
Live-Streaming:
Text DKV Frau Büttner, Fotos der vier Augsburger von Marianne Stenglein 06.06.2025

(A)
Deutschland Cup im Kanuslalom in Lofer 
Die Slalomwettkämpfe auf der Saalach in Lofer sind immer sehr spannend - so auch in diesem Jahr wieder! 
Entweder man mag diese Slalomrennen auf der Naturstrecke der Saalach oder man fürchtet sie. Es kommt jeweils auf den Wasserstand an. Die letzten Wochen war der Pegel der Saalach sehr niedrig (kein Wunder, überall fehlte es an Regen). Aber am Feiertag Christi Himmelfahrt war die Überraschung am frühen Morgen groß, denn der Pegelstand erreichte eine Höhe von 147 cm und pro Sekunde sollen es 105 cbm gewesen sein, so daß ein Slalomtraining bei diesem Wasserstand unmöglich war.
Bild: Helene Schmidt
Also zuerst fast kein Wasser, dann Hochwasser, aber Gott sei Dank gibt es ja immer von den Organisatoren eingeplant den Sonntag als "Puffertag", dieser wurde diesmal auch für Wettkämpfe herangezogen. In den Vorjahren war dies weniger der Fall, denn der Sonntag diente als Heimreise Tag, denn etliche Vereine haben doch lange Heimreisen vor sich, einige bis zu 1.000 km.
Am Freitagnachmittag begannen dann die ersten Slalomwettkämpfe mit sehr gutem Wasserstand, am Samstag morgens dann das Finale dazu.
Bild: Julian Lindolf, Philipp Süß

Kanu Schwaben Bericht - Alles Kanu Schwaben Sportler im ersten Teil des Berichts:

David Becke leistete sich im 1. Rennen zwei Strafsekunden und das kostete ihn den Sieg (+1,15 Sek.) auf den Sieger Christian Stanzel /AKV. Aber im Rennen 2, welches am Samstag stattfand siegte er vor Christian Stanzel. Bei den K 1 Herren U 18 B Finale siegte am Samstag Samuel Bitsch vor Paul Lehner. Bei den K 1 Herren U 18 im Finale verblüfften die Jungs der Kanu Schwaben mit den Plätzen, vier, fünf, sechs,sieben, acht und zehn mit den Sportlern Kalle Neumann, Linus Häffner, Thomas Reys,Johann Schmidt, Matti Neumann und Felix Wolf. Bei den K 1 Damen konnte sich Hanna Süß im Samstagsfinale auf den sechsten Platz fahren, auch Annika Dittfurth konnte im Finale angreiifen und fuhr sich auf den neunten Platz. Bei den Juniorinnen U 18 K 1[ belegte Helene Schmidt im Finale den achten Platz, Merle Bähner den 12. Platz.
Im Samstagsfinale C 1 Herren leistete sich auch Philipp Süß eine Torstabberührung, statt auf dem dritten Platz wurde es dadurch der 4.Platz, sein Vereinskamerad Julian Lindolf hatte zuviel Zeit verloren und das warf ihm im Finale auf den 10.Platz. Die Schwabenkanutin Hanna Süß griff auch im Finale der C 1 Damen an und fuhr sich hinter der Leipzigerin Lucie Krech auf den zweiten Platz.  C 1 Damen U 18 Finale am Samstag,  hier mischte Nora Kaiser mit und Merle Bähner, sie fuhren sich auf die Plätze neun und 12.
Bild: Kalle Neumann
Der Sonntag war dann wieder mit Finalrennen besetzt (am Samstagnachmittag fanden die Quali-Läufe statt). Leo Bolg startete im Finale der K 1 Herren und fuhr sich auf den siebten Platz, auf den 11. Platz fuhr Remi Baudot. Im B Finale waren unsere Jungs (U 18 K 1) wieder stark vertreten mit Matti Neumann (2. Platz), die Plätze sechs, sieben, acht und neun gingen an Oliver Reys, Noah Badde, Thomas Reys, Johann Schmidt sowie Samuel Bitsch (11.) und Levi Eichele (15.). Auch die U 18 K 1 Mädels waren vertreten im B-Finale mit dem 4. Platz bei Nora Kaiser und Ronja Funke (15.) K 1 Damen U18 Finale - unsere Helene Schmidt fuhr sich trotz zwei Strafsekunden auf den vierten Platz.

Bild: Lina Häffner


Auch Philipp Süß und Julian Lindolf waren wieder im Finale am Sonntag und Philipp belegte den zweiten Platz, Julian den vierten Platz, beide hatten einen fehlerfreien Lauf.
Philipps Schwester Hanna startete erneut auch im C 1 Damen und holte sich im Sonntagsfinale den vierten Platz, bei den C 1 Damen U 18 kam Merle Bähner auf Platz acht und Nora Kaiser auf den 11. Platz.
Pro Disziplin werden bei den DC jeweils zwei Rennen ausgetragen. Wie man daraus ersehen kann, haben sich unsere Schwabensportler jeweils in Final Rennen gefahren und gute Ergebnisse erzielt. Die Erfahrungen auf der Saalach in Lofer sind bei einigen noch ganz frisch und sie haben sich gut in die Rennen hineingefunden.  An die 300 Starts der Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland nahmen am Deutschland Cup teil. Der erste DC fand in LOFER/Österreich, der zweite findet in VELTRUSY/Tschechien und der dritte DC in METZ/Frankreich statt. Aber übernächsten Wochenende werden die Karten neu gemischt in Veltrusy. Weshalb ist der DC so wichtig? Die DC -Wettkämpfe  - Resultate ergeben die Startberechtigung für die  im kommenden Jahr anstehenden nationalen Sichtungsrennen (WM/EM/WC Nationalmannschaft ) im Frühjahr.
Bild: Merle Bähner
AKV Augsburg Bericht vom Deutschland Cup:
Erst kaum Wasser, dann am Donnerstag Hochwasser, dann wieder moderater Wasserstand. Gut dass die Veranstalter den Sonntag als Puffertag eingeplant haben. So konnten sich 11 unserer 18 Sportler bei den 2 Deutschland Cup Rennen jeweils ins Finale fahren und gute Ergebnisse abliefern. Bei Christian Stanzel heißt es immer Hop oder Top. Im 1. Rennen Platz 1 und Platz 2 im Finale. Im 2. Rennen gerade noch als 12. ins Finale gerutscht, hat er Platz 3 belegt. Jonas Büchner hat mit einem 7. Platz angefangen und hat sich im Finale auf Platz 4 gesteigert. Beim 2. Rennen fuhr er auf Platz 2 und holte sich um 1-hundertstel im Finale den Sieg. Dadurch verdrängte er Vinzenz Hartl auf den undankbaren 4. Platz

Paul Lehner

Philipp Süß

Samuel Bitsch
Hier sind die einzelnen Wettkämpfe nachlesbar

Thomas Reys

Tim Bunte
Marianne Stenglein / Kanu Schwaben Augsburg / Presse/ Text von Marianne Stenglein, Fotos von Lofer  02.06.2025

(A)
2 x Gold und 1 x Silber für Peter Micheler - 2 x Gold für Evi Huss
In Taipeh/Taiwan finden derzeit die WMG World Master Games statt.
Wir bekamen Nachricht aus Taipeh (Taipeh ist die Hauptstadt Taiwans, gelegen am Fluss Danshui im Norden der Insel) über das gute Abschneiden unserer Schwabenkanuten. Die Wettkämpfe fanden am Annong River statt.
Bild: Siegerehrung

Ergebnisse: Es siegte Peter Micheler im Kajak Einer 40 + (Kanu Schwaben Augsburg) vor Sven Rottenberger (MKC Monheim)
Unsere Evi Huss siegte im Kajak Einer Damen 50+
Außerdem holten sich die drei noch den Sieg im Teamwettbewerb im Kajak Einer (Evi Huss- Sven Rottenberger - Peter Micheler)! Teams 65+
Wir kamen ins Gespräch mit Peter Micheler welcher im Kajak Einer zwei super Läufe hinlegte.. Bereits in der Qualifikation lief es hervorragend und dann im Fiinale desgleichen. Er fuhr sich die beste Zeit ohne Fehler heraus bei der AK 40 +. Dann kam zu seinem Sieg im K 1 Einzel noch der Sieg mit dem Team (Huss und Rottenberger). Evi Huss war nicht viel langsamer als Peter Micheler, ein toller Lauf. Der neue Wildwasserkurs ist seines Erachtens Weltcup-tauglich. Aber an einigen Stellen pumpt es noch zu sehr (das erinnerte ihn an den "alten" Zuckerhut im Eiskanal / Augsburg, der war auch sehr tricky seinerzeit!

Bild: Evi Huss

Aber es gab doch noch einen Wettbewerb, an welchem Peter teilnahm? Er reiste für den SUP Wettbewerb mit einem aufblasbaren Touristen SUP an (3,50 Meter lang und 80 cm breit. Aber, dort vor Ort stellte Peter fest, dass dort alle schon aufblasbare "Race Boards" benutzten, solche Boards hatte er vorher noch nie gesehen. Dank Evi Huss bekam er dann von einer russischen Sportlerin ein Race Board mit 4,10 Meter Länge und 55 cm Breite ausgeliehen. Peter testete es kurz und fand es ziemlich wacklig. Aber mit seinem Board konnte er nicht starten, damit hätte er keine Chance gehabt, so benützte er das geliehene Board. Er begab sich mit dem Raceboard an den Start, aber der Starter wollte ihn nicht starten lassen, obwohl seine Startnummer an der Reihe war. Nach einigem Hin- und Her konnte er sich dann doch startklar machen und fünf Sekunden später gab es den ersehnten Startschuss. Peter ließ es erstmal langsam angehen, denn er wollte nicht gleich ins Wasser fallen. Aber dann gab er Gas und überholte fast alle. Im Ziel angekommen, war er lediglich 1,5 Sekunden hinter dem

Bild: Peter Micheler


Erstplatzierten! Vielleicht hätte er ihn doch noch überholt, wenn das Ziel 50 Meter weiter entfernt gewesen wäre. Aber mit der Silbermedaille im SUP 200 Meter und zweimal Gold im Kajak konnte er mehr als zufrieden sein. Peter Micheler ist in der Rafting Szene sehr bekannt und holte schon sehr viele WM Medaillen in dieser Disziplin, nicht zu vergessen seine vielen Erfolge als Slalomfahrer!
Also ein sehr erfolgreiches Abschneiden von Peter Micheler und Evi Huss in Taipeh/Taiwan. Überrascht waren sie noch, dass bei der Siegerehrung das Mitglied der Asian Canoe Federation und Ex Kanupräsident Japans die Medaillen überreichte. Wir erinnern uns noch, dass er den damaligen Kampfrichter Horst Woppowa noch heute wie folgt begrüßt, wenn er ihn in Augsburg oder unterwegs trifft (er war 1972 für Japan am Start, lachend nannte er ihn stets „Gate Five!“.) Seit 2022 ist der Japaner zudem Ehrenmitglied der Kanu Schwaben und stets ein gern gesehener Gast in Augsburg.bkv
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben/ 29.05.2025 Text M. Stenglein, Fotos D. Keck und P. Micheler

(A)
Kajak-Herren holen EM-Titel im Team-Wettbewerb
 Glückwunsch für Hannes Aigner-Stefan Hengst und Noah Hegge! 

Die Kajak-Herren Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm) und Hannes Aigner (Augsburger KV) sind bei den Kanuslalom-Europameisterschaften im französischen Vaires-sur-Marne am Donnerstag im Team-Wettbewerb zu Gold gepaddelt. Die Drei zauberten einen schnellen und fehlerfreien Lauf herunter. Als zweites Team bereits gestartet, mussten sie lange warten, bis das Ergebnis feststand. Mit 0,84 Sekunden Abstand verwies das deutsche Team die Lokalmatadoren aus Frankreich auf den silbernen Rang. Bronze ging an Spanien.
Die Vorbereitungszeit auf den Wettkampf war sehr gering, „aber wir sind ja schon lange Jahre gemeinsam im Team und da hat sich dann auch die Erfahrung ausgezahlt“, sagte Aigner. „Wir hatten vorher einen klaren Plan, den wir im Vorfeld ausgearbeitet hatten. Ich glaube, es hat vieles gepasst“, sagte Hegge erfreut. Fünf Slalom-Einheiten konnten sie in Vorbereitung auf die EM auf dem olympischen Kanal trainieren. „Einen Lauf sind wir davon als Mannschaft auf den Kanal gegangen, und der war sowas von in die Hose gegangen. Aber wie man so sagt: Wenn es in der Generalprobe nicht klappt, dann wird es umso besser im Wettkampf“, erzählte Hengst.
Die anderen drei deutschen Teams gingen leer aus, wobei die Damen im Kajak und im Canadier eine starke Leistung zeigten. Beide Mannschaften sind mit Platz vier knapp an einem Podestplatz vorbei geschrammt. Besonders knapp war es bei Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach), die mit den beiden Debütantinnen Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) und Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) im Kajak gemeinsam unterwegs war. Sie leisteten sich nur eine Torstabberührung, allerdings kosteten diese zwei Strafsekunden die Bronzemedaille. Gold, Silber und Bronze holten Tschechien, Spanien und Großbritannien.
Nicht ganz so knapp ging es für die Canadier-Frauen Andrea Herzog, Nele Bayn und Debütantin Kimberley Rappe (alle Leipziger KC) aus. Zwei Torstabberührungen, verbunden mit vier Strafsekunden waren am Ende zu viel. Dennoch ließen sie starke Nationen wie Slowenien und Großbritannien hinter sich, die im vorigen Jahr Silber und Bronze gewannen. Die Podestplätze holten Tschechien, Frankreich und Italien.
Die Canadier-Herren mit Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) und Timo Trummer (KV Zeitz) paddelten auf den fünften Rang. Team-Europameister wurde Großbritannien vor Slowenien und der Slowakei.
Am morgigen Freitag beginnen die Einzel-Wettbewerbe. Es werden die Vorläufe in den Disziplinen Kajak und Canadier der Damen und Herren ausgetragen. Dabei gilt es, sich unter den besten 30 zu platzieren, um sich für das Halbfinale am Samstag zu qualifizieren.
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben/ Presse 15.05.2025 Text und Fotos Uta Büttner

(A)
Europameisterschaften im Kanuslalom und Kajak-Cross vom 14. bis 18. Mai in Vaires-sur-Marne auf der Olympiastrecke Paris 2024
Folgende Schwabenkanuten sind am Start - Emily Apel - Ricarda Funk - Noah Hegge - Sideris Tasiadis und vom Nachbarverein AKV Hannes Aigner. Wir drücken ihnen recht fest die Daumen und hoffen, dass viele Fans aus Augsburg mit vor Ort sein werden!
Am Mittwochnachmittag, 14. Mai, werden die Europameisterschaften im Kanuslalom und Kajak-Cross auf dem olympischen Kanal von Paris mit einer Zeremonie eröffnet. Die Wettkämpfe beginnen am Donnerstagnachmittag mit den nicht-olympischen Formaten der Team-Wettkämpfe. Dieses Format, was leider nur bei Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen wird, lieben die Athleten. Es ist immer ein guter Einstieg in die Meisterschaften. Dabei paddeln in jeder Kanuslalom-Disziplin (K1 und C1) jeweils drei Boote einer Nation kurz hintereinander den Wildwasserkanal herunter. Die Zeit wird gestoppt, wenn das letzte Boot über die Ziellinie gefahren ist. Die Kunst dabei, eng beieinander zu bleiben, Torstabberührungen zu vermeiden und kein Tor zu verpassen. Am Ende darf der Abstand zum ersten Boot, das im Ziel ist, und dem letzten nur 15 Sekunden betragen, ansonsten gibt es 50 Strafsekunden.

Bild: Emily Apel

Es bleibt abzuwarten, was das 13-köpfige deutsche Team in den olympischen Kanal zaubern kann. Denn während in Deutschland noch die nationale Qualifikation um die EM- und WM-Teilnahme lief, bereiteten sich viele Nationen bereits im französischen Vaires-sur-Marne auf die EM vor. Vor allem für die jungen Paddler wie Canadierfahrerin Kimberley Rappe (Leipziger KC), die noch nie in Vaires-sur-Marne waren, heißt es also Erfahrung sammeln. Ihr Clubkamerad, der ursprünglich nominierte Niels Zimmermann, kann aufgrund eines Infektes nicht teilnehmen. Für ihn wurde Timo Trummer (KV Zeitz) nachnominiert. Der 29-Jährige hatte Rang drei bei der nationalen Qualifikation belegt. Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) gehört ebenfalls zu den Nachwuchshoffnungen des Deutschen Kanu-Verbandes. Die 19-Jährige machte 2023 bei den Pre-Olympics bereits Bekanntschaft mit dem Kanal. Doch der Start lief alles andere als von ihr erwartet. Enttäuscht sagte sie damals, dass sei ihr bisher schlechtestes Ergebnis in einem Wettkampf gewesen. Allerdings, auch wenn sie sehr selbstkritisch war: Es war auch ihr erstes Rennen auf höchstem internationalem Niveau.

Auch die Kajakspezialistin Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) hat erstmals den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft. Mit Blick auf die EM sagte die 22-Jährige nach der Qualifikation, zunächst wolle sie den Einzug in das A-Team genießen, weiter an ihren Fähigkeiten arbeiten und Erfahrung sammeln. Ihre EM-Ziele wollte sie aber nicht verraten. Ihre Leistungen bei der nationalen Qualifikation lassen auf jeden Fall hoffen. Ein Grund für weniger Torstabberührungen sieht die Athletin in ihrer kürzlichen Sehstärkekorrektur: „Ich muss tatsächlich sagen – es klingt vielleicht jetzt ein bisschen blöd –, aber seitdem ich mir die Augen gelasert haben lasse, berühre ich weniger. Deswegen würde ich auf jeden Fall sagen: Es hat sich gelohnt.“
Bild: Hannes Augner

Spannend ist auch die Frage, was Cross-Spezialist Tillmann Röller (KV Schwerte) in den olympischen Kanal zaubern wird. Der heute 23-Jährige hatte vor einem Jahr „in letzter Sekunde“ den Olympia-Qualifikationsplatz für Deutschland geholt. Bei dem damaligen Weltcup in Prag waren auch der spätere Olympia-Dritte in dieser Disziplin, Noah Hegge, und Stefan Hengst gestartet. Beide konnten diesen Quotenplatz nicht holen. Bei der nationalen Qualifikation zeigte Röller seine straken Fähigkeiten insbesondere in den Kopf-an-Kopf-Rennen. Seine Achillesferse ist allerdings das Einzelzeitfahren. Zwar dürfte ihm der neue Modus, alle 32 Zeitschnellsten kommen eine Runde weiter – früher waren es nur die ersten 20, danach wurde mit Athleten aus Nationen aufgefüllt, die nicht unter den Top-20 waren –, entgegenkommen. Aber eine vordere Platzierung ist dennoch wichtig, um sich den besten Startplatz auf der Rampe zu sichern.
Und was nehmen sich die Paris-Olympia-Starter vor? Der Silbermedaillengewinner im Kajak-Cross, Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) sagte, man müsse auf jeden Fall berücksichtigen, dass es ein nach-olympisches Jahr ist. Dennoch wölle er sich weiter international festigen, „dass man weiter oben mitfährt, dass man sich in die Ausgangslage bringt, um Medaillen mitfahren zu können. Das ist das Ziel“. Zudem gehe es darum, immer die Umstellung von Slalom auf Cross zu meistern. „Das ist ein mentaler und körperlicher Unterschied“, erklärte der 26-Jährige. Deshalb gehe es darum, immer weiter Routinen aufzubauen, „um sich auf die jeweilige Sportart, das jeweilige Rennen gut vorzubereiten“. Für ihn sei auf jeden Fall die WM in Australien der Jahreshöhepunkt. „Ich war noch nie in Australien. Umso schöner ist es, dass es jetzt dorthin geht. Und natürlich will ich auf meiner Heimatstrecke in Augsburg zum Weltcup-Finale performen.“

Bild: Noah Hegge

Der Viertplatzierte von Paris, Canadierspezialist Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), hatte souverän die nationale Qualifikation gewonnen. Was seine aktuelle Leistung international bedeute, sei schwer einzuschätzen. Und, so betonte er, „es ist nicht mehr viel Zeit bis zur EM.“ Dennoch sehe er diese als kleinen Höhepunkt dieser Saison an.
Für die Tokio-Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) wird die Rückkehr an den Paris-Kanal eine mentale Herausforderung. Als Halbfinal-Erste war sie bei Olympia auf Goldkurs, eine kleine Unaufmerksamkeit ließ alle Träume zerplatzen. Für sie heißt es zunächst „Frieden schließen“ mit dem Kanal. Keine leichte Aufgabe wegen der sehr kurzen Vorbereitungszeit.
Für den fünften Paris-Starter, Stefan Hengst (KR Hamm) geht es sicher auch um Wiedergutmachung. Er war bei den Olympischen Spielen im Kajak-Cross als erster Deutscher aus dem Rennen ausgeschieden, war nur bis ins Achtelfinale gekommen. Bei der EM startet er nun auch im Kanuslalom, im Kajak-Einer.
Bild: Ricarda Funk

Die Paris-Olympia-Zweite im Canadier, Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg), kann verletzungsbedingt nicht an der EM teilnehmen. Sie bereitet sich weiterhin darauf vor, nach ihrer Handgelenksoperation wieder komplett fit zu werden, um dann beim Weltcup im tschechischen Prag Ende Juni die interne Qualifikation im Kajak, Canadier und Cross gegen die jeweilige Dritte der nationalen Qualifikation zu meistern, um an der diesjährigen WM im September/Oktober teilnehmen zu dürfen.
Die Wettbewerbe werden in diesem Jahr nach einem neuen Modus ausgetragen. Der neue EM-Modus bedeutet, dass es nur einen Qualifikationslauf gibt, aus dem in allen Disziplinen direkt die besten 30 in das Halbfinale kommen. Der zwischengeschaltete zweite Qualifikationslauf entfällt also. Aus den Halbfinals qualifizierten sich die besten Zwölf für das Finale.

Bild: Sideris Tasiadis

Uta Büttner


Europameisterschaften vom 14. bis 18. Mai in Vaires-sur-Marne

K1 Herren: Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm), Hannes Aigner (Augsburger KV)
C1 Damen: Andrea Herzog (Leipziger KC), Nele Bayn (Leipziger KC), Kimberley Rappe (Leipziger KC)
C1 Herren: Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), Lennard Tuchscherer (Leipziger KC), Timo Trummer (KV Zeitz)


K1 Damen: Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach), Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg), Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach)
Cross Damen: Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach&Kanu Schwaben), Andrea Herzog (Leipziger KC), Nele Bayn (Leipziger KC)
Cross Herren: Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm), Tillmann Röller (KV Schwerte)


EM-Zeitplan:
Donnerstag, 15. Mai
13.30 – 15.50 Uhr Team-Wettbewerbe K1 und C1 Damen und Herren
Freitag, 16. Mai
09:30 – 12.55 Uhr Qualifikation (Heats) K1 und C1 Damen und Herren
Samstag, 17. Mai
09.00 – 10.00 Uhr Halbfinale K1 Damen
10.10 – 11.10 Uhr Halbfinale K1 Herren
11.30 – 12.00 Uhr Finale K1 Damen
12.10 – 12.40 Uhr[ Finale K1 Herren
14.15 – 15.15 Uhr Halbfinale C1 Damen
15.20 – 16.20 Uhr Halbfinale C1 Herren
16.45 – 17.15 Uhr Finale C1 Damen
17.20 – 17.50 Uhr Finale C1 Herren
Sonntag, 18. Mai
10.00 – 10.40 Uhr Kajak-Cross Individual Damen
10.45 – 11.40 Uhr Kajak-Cross Individual Herren
13.00 – 15.25 Uhr Kajak-Cross
Achtel-, Viertel- und Semifinals Damen und Herren
15.30 – 15.34 Uhr Kajak-Cross Finale Damen
15.39 – 15.43 Uhr Kajak-Cross Finale Damen

Text Uta Büttner , Fotos von Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben 13.05.2025

(A)
Herzlichen Glückwunsch für die acht Kanu Schwaben Nominierten in der A-Nationalmannschaft, U 23 Nationalmannschaft und U 18 Nationalmannschaft
Noah Hegge, Sideris Tasiadis, Emily Apel, Ricarda Funk, David Becke, Philipp Süß, Paul Lehner und Kalle Neumann ( unsere Elena Lilik erhält noch die Chance, sich für die WM gegen die jeweils Dritte der nationalen Qualifikation durchzusetzen.) - alle Kanu Schwaben, vom AKV Augsburger Kajakverein sind Hannes Aigner und Christian Stanzel in den Nationalmannschaften, auch ihnen herzlichen Glückwunsch!

Noah Hegge

Sideris Tasiadis

Ricarda Funk
Die Nominierten zu den Europa- und Weltmeisterschaften
Der Trainerrat hat entschieden: Abweichend zu der Platzierung im Canadier-Einer der Herren, nachdem Timo Trummer (KV Zeitz) auf Rang drei in der Gesamtwertung bei der nationalen Qualifikation gepaddelt ist, darf der 29-jährige Zeitzer dennoch nicht an den Europameisterschaften in Paris (Frankreich) und den Weltmeisterschaften in Penrith (Australien) teilnehmen. Statt ihn nominierte der Trainerrat den 18-jährigen Niels Zimmermann vom Leipziger KC. Der Leipziger lag mit lediglich zwei Punkten bei der nationalen Qualifikation nur knapp hinter Trummer. Aufgrund seines jungen Alters und perspektivisch auf die Olympischen Spiele 2028 schauend hat der Trainerrat diese Entscheidung getroffen.
Eine Nominierung für die Weltmeisterschaften für die jeweils dritte Starterin in den Disziplinen Canadier, Kajak und Cross ist noch nicht erfolgt. Über diese noch offenen Startplätze wird nach dem Weltcup in Prag (Tschechien) vom 26. bis 29. Juni entschieden. Denn Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg) erhält noch die Chance, sich für die WM gegen die jeweils Dritte der nationalen Qualifikation durchzusetzen. Falls Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) im Kajak und Kimberley Rappe (Leipziger KC) im Canadier besser als Lilik paddeln sollten, müssen sie dennoch einen internationalen Leistungsnachweis erbringen, mindestens Platz zwölf in einem Rennen. Denn beide konnten bei den Qualifikationsrennen nicht den vom DKV geforderten Leistungsnachweis im Leistungsklassebereich erbringen.
Bild: Christian Stenzel
Folgende Sportlerinnen und Sportler hat der Deutsche Kanu-Verband (DKV) bisher nominiert:
Europameisterschaften vom 14. bis 18. Mai in Vaire-sur-Marne
K1 Herren: Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm), Hannes Aigner (Augsburger KV)
C1 Damen: Andrea Herzog (Leipziger KC), Nele Bayn (Leipziger KC), Kimberley Rappe (Leipziger KC)
C1 Herren: Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), Lennard Tuchscherer (Leipziger KC), Niels Zimmermann (Leipziger KC)


K1 Damen: Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & Kanu Schwaben), Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg), Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach)
Cross Damen: Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach), Andrea Herzog (Leipziger KC), Nele Bayn (Leipziger KC)
Cross Herren: Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm), Tillmann Röller (KV Schwerte)


Bild: Kalle Neumamm

Weltmeisterschaften vom 30. September bis 4. Oktober in Penrith (Achtung: Der Termin hat sich leicht verschoben)

K1 Herren: Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm), Hannes Aigner (Augsburger KV)
C1 Damen: Andrea Herzog (Leipziger KC), Nele Bayn (Leipziger KC), noch offen
C1 Herren: Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), Lennard Tuchscherer (Leipziger KC), Niels Zimmermann (Leipziger KC)


K1 Damen: Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA), Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg), noch offen
Cross Damen: Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA), Andrea Herzog (Leipziger KC), noch offen
Cross Herren: Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm), Tillmann Röller (KV Schwerte)


David Becke

Philipp Süß
Nominierung für die U23-Weltmeisterschaften in Foix (Frankreich) vom 8. bis 13. Juli
Die U23-Paddlerrinnen und -Paddler haben sich bei der nationalen Qualifikation mit den Top-Leuten der Leistungsklasse gemessen. Einigen ist es gelungen, sich in die Spitze zu fahren. Vor allem die Leistung von Emily Apel (KS Augsburg), die sich mit Platz zwei in der Gesamtwertung der Qualifikation sicher in das A-Team gepaddelt hat, lässt hoffen. "Emily Apel konnte mit super konstanten und super guten Leistungen aufwarten. Sie hat uns voll überzeugt", sagte U23-Bundetrainer André Ehrenberg. Auch hervorzuheben seien die Anschlussleistungen von Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach). Im Vergleich zu den Damen im Kajak-Bereich seien die Kajak-Herren ein bisschen weiter weg. "Da sind die arivierten Sportler einfach noch deutlich vorne und die jungen konnten noch nicht so richtig den großen Wurf landen. Punktuell ist mal einer oben reingefahren, aber da fehlt ein bisschen die Wettkampfabgezocktheit, glaube ich." Im Canadier-Bereich sehe er durchweg gute Leistungen. "Ich sehe viele junge C1-Jungs, die schon nach oben schon angreifen können." So konnte Niels Zimmermann vom Leipziger KC überzeugen, der zwar auf Platz vier in der Gesamtwertung landete, aber nur knapp hinter dem Drittplatzierten, sodass der Trainerrat entschieden hat, Zimmermann für die EM und WM der Senioren zu nominieren. Bei den Canadier-Damen sehe Ehrenberg gute Leistungen, "da fehlt vielleicht noch die eine oder andere Sekunde", aber langfristig sehe er ein gute Entwicklungspotenzial auch in diesem Bereich. "Alles in allem haben sich die U23-Sportler und -Sportlerinnen gut verkauft, mit Potenzial nach oben", so das Fazit des U23-Bundestrainers.
Bild: Paul Lehner
Die Nominierten für die U23-WM
K1 Herren: Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach), Marten Konrad  (WSC Bayer Dormagen), Christian Stanzel (Augsburger KV)
K1 Damen: Antonia Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth), 2 Plätze noch offen
C1 Herren: Konrad Ginzel (Leipziger KC), Philipp Süß (Kanu Schwaben Augsburg), Benjamin Kies (BSV Halle)
C1 Damen: Jannemien Panzlaff  (KV Schwerte), Lucie Krech (Leipziger KC), 1 Platz noch offen
X1 Herren: Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach), David Becke  (Kanu Schwaben Augsburg), Felix Sachers (Leipziger KC)
X1 Damen: Antonia Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth), Charlotte Wild (BSV Halle), 1 Platz noch offen


Da für die WM der der Leistungsklasse in Penrith/Sydney (Australien) noch ein zusätzlicher Qualifikationsweg in den Bootsklasse K1, C1 und Cross der Damen angesetzt ist und davon auch U23-Paddlerinnen betroffen sind, sind einige Plätze noch frei. Über die noch offenen Startplätze wird nach dem Weltcuprennen in Prag vom 26. bis 29. Juni entschieden.

Die Nominierten zur U18-WM in Foix (Frankreich) vom 8. bis 13. Juli
Bei den nationalen Qualifikationswettkämpfen der Juniorinnen und Junioren in Augsburg und Markkleeberg hat sich gezeigt, dass die Leistungsdichte im männlichen Bereich hoch ist. Deutliche Unterschiede gibt es hingegen bei den Juniorinnen.

Emely Apel

Hannes Aigner
So gewannen konkurrenzlos Mina Blume (BSV Halle) im Kajak und Neele Krech (Leipziger KC) im Canadier. Blume setzte sich mit acht Punkten auf die Zweit- und Drittplatzierte Nova Müller (KST Rhein-Ruhr) und Britta Jung (WSF Zweibrücken) ab. Ähnlich stark präsentierte sich die Gewinnerin im Canadier, Neele Krech (Leipziger KC), die sich mit sechs Punkten auf die Zweitplatzierte, Clubkameradin Maxi Müller, absetzte. Den dritten Rang in dieser Bootsklasse belegte Carolin Diemer (Augsburger KV), die jedoch noch einmal sechs Punkte hinter Müller lag und keinen Leistungsnachweis erbringen konnte. Deshalb wird das dritte Boot in dieser Disziplin bei der U18-WM nicht besetzt.

Bei den U18-Jungs hingegen ging es sehr eng zu. Die drei Erstplatzierten im Canadier, Jakob Ungvari, Anton Weber (beide Leipziger KC) und Pascal Brandenburg (BSV Halle) liegen eng beieinander. Sie konnten sich deutlich vom Rest des Feldes absetzen. Im Kajak gewann Paul Lehner (Kanu Schwaben Augsburg) mit einem Vorsprung von drei Punkten auf Joseph Seibert (KV Schwerte) und Nelian Laryea (WSC Lippstadt). Auffallend war mit Platz vier die Leistung des 17-Jährigen Kilian Käding (Leipziger KC). Hinter ihm klaffte dann eine größere Lücke. Käding paddelte dreimal auf Rang zwei. Ihm fehlt lediglich noch die Konstanz, mit der die ein Jahr älteren Paddler punkten konnten.

Im Cross waren die Gewinner der Qualifikation im Kajak-Einer bereits vorqualifiziert und nahmen deshalb an den Kopf-an-Kopf-Rennen nicht teil. Eine herausragende Leistung zeigte die Canadierspezialisten Neele Krech, die beide Einzelzeitläufe und ein Finale gewann. Beim zweiten Finale paddelte sie auf Rang zwei. Es wird also spannend, wie sie sich international durchsetzen kann. Im männlichen Bereich – anders als bei den Juniorinnen – qualifizierten sich mit Kalle Neumann (Kanu Schwaben Augsburg) und Kilian Käding (Leipziger KC) im Cross zwei Junioren, die in den Kanuslalom-Disziplinen nicht unter die jeweils besten Drei paddeln konnten.

Die Nominierten für die U18-WM
K1 m:
Paul Lehner (Kanu Schwaben Augsburg)
Joseph Seibert (KV Schwerte)
Nelian Laryea (WSC Lippstadt)
X1m:
Paul Lehner (Kanu Schwaben Augsburg)
Kalle Neumann (Kanu Schwaben Augsburg)
Kilian Käding (Leipziger KC)
K1w:
Mina Blume (BSV Halle)
Nova Müller (KST Rhein-Ruhr)
Britta Jung (WSF Zweibrücken)
X1w:
Mina Blume (BSV Halle)
Neele Krech (Leipziger KC)
Britta Jung (WSF Zweibrücken)
C1m:
Jakob Ungvari (Leipziger KC)
Anton Weber (Leipziger KC)
Pascal Brandenburg (BSV Halle)
C1w:
Neele Krech (Leipziger KC)
Maxi Müller (Leipziger KC)
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Presse / Text Uta Büttner / Fotos Michael Neumann / M.Stenglein(1)

(A)
Noah Hegge holte sich den Deutschen Meistertitel im klassischen Kayak-Cross -
Ricarda Funk holte sich beide DM Titel und Stefan Hengst im Kayak Cross Individual.

Erfolgreiche Deutsche Meisterschaft im klassischen Kayak Cross sowie Kayak Cross Individual in Markkleeberg vom Wochenende  . Noah Hegge/Kanu Schwaben holte sich den Deutschen Meistertitel im klassischen Kayak-Cross - Ricarda Funk holte sich beide DM Titel und Stefan Hengst im Kayak Cross Individual.
Bild: Noah Hegge
Deutsche Meisterschaft im Kayak Cross - Gratulatiom für Noah Hegge -Ricarda Funk  und Stefan Hengst
Herzlichen Glückwunsch für die neuen Deutschen Meister!Die Deutschem Meisterschaften wurden im Rahmen des Weltranglistenrennens in Markkleeberg ausgetragen. Ricarda Funk/KSV Bad Kreuznach und Kanu Schwaben sicherte sich beide Deutsche Meistertitel. Auch im klassischen Kanuslalom siegte sie zweimal. Stefan Hengst/KR Hamm und AKV gewinnt das neue Medaillen-Wettkampfformat Kajak-Cross Individual. Noah Hegge/Kanu Schwaben holt sich den nationalen Titel im klassischen Kajak-Cross.
Aufgrund des neuen internationalen Wettkampfformates Kajak-Cross Individual als eine Entscheidung gab es nun auch bei den Deutschen Meisterschaften Medaillen in dieser Disziplin. Die ersten Deutschen Meister in diesem Format sind Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach+Kanu Schwaben) und Stefan Hengst (KR Hamm). Funk sicherte sich auch den Deutschen Titel im Kajak-Cross. Bei den Herren siegte in dieser Disziplin der Olympia-Bronzegewinner in dieser Disziplin, Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg).

Bild: Ricarda Funk

Ricarda Funk sagte nach den Wettkämpfen: „Es war ein sehr hartes Wochenende.“ Jetzt freue sie sich erst einmal auf eine kurze Erholung. Noah Hegge, als Favorit in den Cross gestartet, bedeute der Deutsche Meistertitel sehr viel. „Es war der erste Wettkampf. Nach der Winterphase jetzt war das nicht easy. Es ist immer schön, gut in die Saison zu starten.“
Die Deutschen Meisterschaften im Kajak-Cross Individuell und Kajak-Cross wurden an diesem Wochenende in Markkleeberg im Rahmen des Weltranglistenrennens ausgetragen. Für die Wertung wurden die internationalen Teilnehmer aus der Ergebnisliste gestrichen.
Stefan Hengst befürwortet es, dass das Einzelzeitfahren – bisher als Time Trial bezeichnet – jetzt nicht nur als reiner Vorlauf dient, sondern als Wettkampf mit Medaillenvergabe gewertet wird. Gerade im Hinblick, dass mit diesem Format möglicherweise eine weitere olympische Medaillenvergabe Zukunft habe, „ist das der richtige Schritt, dass jetzt schon einmal, ein richtiges Zeichen zu setzen. Es wertet den ganzen
Sport auf. Es gibt durchaus Sportler mit dabei, die im Time Trial recht gut sind, und die eventuell aber in den Heats nicht ganz so stark sind. Und so öffnet man wieder Möglichkeiten, dass doch Kajak-Cross für jeden etwas ist.“ 
Ergebnisse DM Kajak-Cross Individual Damen
1. Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach)
2. Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth)
3. Andrea Herzog (Leipziger KC)
Bild Siegerehrung v.l.: Bayn, Funk, Pirro
Ergebnisse DM Kajak-Cross Individual Herren
1. Stefan Hengst (KR Hamm)
2. Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach)
3. Tillmann Röller (KSV Schwerte)

Ergebnisse DM Kajak-Cross Damen
1. Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach)
2. Nele Bayn (Leipziger KC)

3. Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) 
Bild Siegerehrung v.l.: Zimmermann, Hegge, Stross
Ergebnisse DM Kajak-Cross Herren
1. Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg)
2. Niels Zimmermann (Leipziger KC)
3. Robin Stroß (SKG Hanau)

Ergebnisse des Weltranglistenrennens – Ricarda Funk und Noah Hegge gewinnen im Kajak – Funk überragend: Sie siegt auch im Kajak-Cross Individual und Kajak-Cross

Das Weltranglistenrennen wurde erstmals in den international festgelegten neuen Wettkampfformaten ausgetragen. Im Kanuslalom gibt es nur noch einen Vorlauf, aus dem sich die besten Zwölf für das Finale qualifizieren. Ricarda Funk legte einen furiosen Start hin. Die gerade noch 32-Jährige, am 15, April hat sie Geburtstag, gewann am ersten Tag des Weltranglistenrennens alle Wettkämpfe: Im Kajak-Einer den Vorlauf sowie das Finale und die Qualifikation für die Kajak-Cross-Heats (Kajak-Cross Induvidual) sowie den Kajak-Cross. Insbesondere mit ihren Slalom-Läufen war Funk zufrieden. Ihr Fokus liegt weiterhin auf dieser Disziplin. „Ich kann ein sehr gutes Gefühl mitnehmen“, sagte sie. Sie habe noch einiges lernen können, insbesondere im Short Slalom.
Im Kajak der Männer siegte Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) trotz zwei Strafsekunden wegen einer Torstabberührung. In den Canader-Disziplinen paddelten Andrea Herzog (Leipziger KC) und Hannes Trummer (KV Zeitz) auf den zweiten Platz. Beeindruckend dabei die Leistung der 25-Jährigen, die trotz vier Strafsekunden mit nur 0,68 Sekunden auf die Siegerin ins Ziel kam.
Der Olympia-Vierte von Paris im C1, Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) landete wegen drei Torstabberührungen, verbunden mit sechs Strafsekunden, auf Platz zehn. Die Paris-Olympia-Silbergewinnerin im Canadier, Elena Lilik (Kanu Schwaben Augsburg) war nicht am Start. Ein kleines Achtungszeichen setzte ihre Schwester Emily Apel im Kajak-Einer. Die 22-Jährige paddelte auf den vierten Rang. Im Vorlauf konnte sie sich auf Platz zwei einrangieren. Es wird also spannend, ob sie sich in diesem Jahr erstmals für das deutsche Nationalteam qualifizieren kann.
In der internationalen Wertung Kajak-Cross Individual und im Format Kajak-Cross gewann Ricarda Funk. Für weitere internationale Podestplätze aus deutscher Sicht sorgten Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach) und Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) mit ihren dritten Plätzen im Einzelzeitfahren. In den Cross-Entscheidungen landete Noah Hegge auf Rang eins vor Niels Zimmermann (Leipziger KC). In der internationalen Cross-Wertung kam Nele Bayn auf Platz drei.
Bild: Stefan Hengst
Neues Format „Short Slalom“

Der Weltverband ICF hat in dieser Saison zudem ein komplett neues Wettkampfformat eingeführt. Auf einer verkürzten Strecke mit nur zwölf Toren heißt es Vollgas geben. Im Kajak gewann Stefan Hengst (KR Hamm) vor Jonas Benzien (Leipziger KC). Weitere Podestplätze aus deutscher Sicht holten die Canadierfahrer Andrea Herzog mit Rang zwei und Timo Trummer (KV Zeitz) mit Rang drei. Im Kajak der Damen landete Emily Apel als beste Deutsche auf Platz fünf.
Dieses neue Format kommt bei den Sportlerinnen und Sportlern sehr gut an. So sagte Noah Hegge, „es macht Spaß zuzusehen und natürlich auch selbst zu fahren“. Andrea Herzog meinte unter anderem, aufgrund dieser kurzen Strecken sei dies noch einmal eine ganz andere Herausforderung. Auch Ricarda Funk ist begeistert: „Ich finde es sehr attraktiv für die Zuschauer. Für uns Athleten ist es natürlich eine große Umstellung, zumal ich noch aus einer Zeit ohne Cross, wo ich mich auf maximal drei Läufe am Wochenende konzentriert habe.“
So das war ein sehr guter Anfang bei dem internationalen ICF Weltranglistenrennen in Markkleeberg gleich mit DM Titeln in die anstehenden nationalen Qualifikationen im Kanuslalom Rennen 1 und 2 in Augsburg zu starten, welche am Samstag 26.04.2025 und Sonntag 27.04.205 jeweils ab 8.45 Uhr Rennbeginn stattfinden werden.Voraussichtlich ist auch Elena Lilik am Start, wir drücken ihr für diese wichtigen Wettkämpfe ganz fest die Daumen, dass sie die Teilnahme wirklich möglich machen kann.Sportlerinnen und Sportler aus 23 Vereinen mit insgesamt 219 gemeldeten Starts von 123 Sportlern kämpfen in den Rennen 1 und 2 bereits um die besten Plätze aus dem LK sowie U 18 Bereich. Schließlich geht es um den Sprung in die Nationalmannschaft und Teilnahme an der EM, den Weltcups und der Weltmeisterschaft der LK in diesem Jahr in Australien. Eine Woche nach den beiden nationalen Qualifikationswettbewerbstagen steht dann wieder Markkleeberg vor der Tür, dort fällt dieses Jahr die Entscheidung, wer denn Sprung in die Nationalmannschaft geschafft hat. Zum detaillierten Nachlesen der Ergebnisse hier der Link von Siwidata:
Hier zudem noch der Link für die weiteren Informationen über die Qualifiktionsläufe in Augsburg, wenn genügend Wasser den Lech herunter kommt, auf dem Olympiakanal, sonst auf dem oberen Eiskanal in Augsburg.

Marianne Stenglein, Bezirk Schwaben /Presse / 14..04.2025 Text DKV Uta Büttner und M. Stenglein

Fotos von Uta Büttner

(A)
Die Saison startet in Kürze auf dem Olympiakanal (falls genügend Wasser den Lech herunterkommt)
sonst auf dem oberen Eiskanal in Augsburg
mit der nationalen Qualifikation im Kanuslalom
Zwei Qualifikations- Slalomwettkämpfe werden in Augsburg ausgerichtet, zwei Slalomwettkämpfe in Markkleeberg eine Woche später. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland.
Bild: Noah Hegge
Vorschau auf die anstehenden Wettkämpfe auf dem Olympiakanal / Eiskanal
Eine erfolgreiche olympische Saison liegt hinter uns, ebenso ein Winter mit hartem Training als perfekte Vorbereitung für die kommende Saison. Nicht ohne Grund heißt es im Kanusport »Weltmeister werden im Winter gemacht«. Entsprechend wächst jetzt die Vorfreude auf die anstehenden Wettkämpfe – und davon gibt es einige auch am heimischen Augsburger Eiskanal!

Bild: Sideris Tasiadis

26./27. April      Nationale Qualifikation Kanuslalom & Kayak Cross / Kanu Schwaben Augsburg (einer der wichtigsten Termine für die Slalomsportlerinnen und Sportler), nach vier
Slalomwettkämpfen, zwei in Augsburg, zwei in Markkleeberg wird vom Trainerrat des DKV die Nationalmannschaft bekannt gegeben.
03./04. Mai        Deutsche Meisterschaft Wildwasser-Sprint / AKV Augsburger Kajakverein
17./18. Mai        “Boot & Spiele” Kayak Cross und Test-Festival / Kanu Schwaben Augsburg
04.-06. Juli        ECA Junior Slalom Cup / AKV Augsburger Kajakverein
04.-07. September     ICF Canoe Slalom World Cup Final / Kanu Schwaben Augsburg
Uns erwarten spannende Wettkämpfe, sowohl national als auch mit internationaler Beteiligung. Aktuelle Stars der Szene kämpfen um Medaillen, während Nachwuchstalente die Rennen zum Sammeln wertvoller Erfahrung nutzen.

Aber, nicht zu vergessen der Besuch unserer seit 1993 stattfindenden internationalen Jugendbegegnung mit Cadi Canoe Club aus La Seu d'Urgell/ Spanien.
Bild: Emily Apel

Termin: 23.08.2025 bis 30.08.2025
- wir freuen uns schon sehr darauf, denn die Begegnung findet dieses Jahr in Augsburg statt. Seit den olympischen Spielen 1992 in La Seu d'Urgell / Barcelona 1992 besteht die Verbindung mit dem Cadi Club und ab 1993 trafen die ersten spanischen Jugendlichen in Augsburg ein und seitdem wird ein Jahr ein In-/sowie im Jahr darauf ein Out Besuch in der jeweiligen Stadt abgehalten. Wir freuen uns, dass die Freundschaft mit La Seu d'Urgell nun schon so lange besteht und treffen uns auch das eine oder andere Mal auch außerhalb der Jugendbegegnungen.
Bilder unten: Kayak Cross
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Presse / 6.4.2025 /Fotos M.Stenglein


Vorschau auf Saison: Neue Wettkampfformate, neue Wege – National-Team könnte größer werden – Deutsche Meisterschaften im Kajak-Cross bereits am kommenden Wochenende: 
Erstmals auch deutsche Canadier-Fahrer dabei
Im diesjährigen, nacholympischen Jahr gibt es einige Veränderungen und neu eingeschlagene Wege. So hat in der Saisonvorbereitung beispielsweise der Deutsche Kanu-Verband (DKV) verstärkt auf die Entwicklung junger Sportlerinnen und Sportler gesetzt, um diese in Richtung der Olympischen Spiele 2028 an die Weltspitze heranzuführen. Top-Paddlerin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) hat für sich erstmals einen individuellen Saisonvorbereitungsweg gewählt. Der Weltverband ICF hat die Wettkampfformate geändert und die deutsche Nationalmannschaft könnte theoretisch erstmals von einem bisher maximal zwölf- auf ein 16-köpfiges Team anwachsen.

Neue ICF-Wettkampfformate
Im Kajak-Cross dürfen pro Nation statt bisher vier nur noch drei Teilnehmer starten. Aus den bisherigen Vorläufen, den Time Trials, ist nun das Wettkampfformat Kajak Cross Individual mit Medaillenvergabe entstanden. Aus diesem Wettkampf gehen bei den Weltcups die 32 Besten direkt in die K.-o.-Phase der Kopf-an-Kopf-Rennen mit Achtel,- Viertel-, Halbfinale und Finale. Bei der WM und dem Weltcup-Finale gibt es bei den Kopf-an-Kopf-Rennen noch zwischengeschaltete Hoffnungsläufe (Repechages), bekannt von den Olympischen Spielen.
Auch die Wettkampfformate in den Kanuslalom-Disziplinen haben sich geändert. So gibt es bei den Weltcups nur noch einen Vorlauf. Die besten Zwölf qualifizieren sich sofort für das Finale. Ein zweiter Vorlauf und ein Halbfinale finden nicht mehr statt. Bei der WM und dem Weltcup-Finale gibt es nach dem Vorlauf noch ein Halbfinale, für das sich die besten 30 qualifizieren. Die Top-Zwölf stehen dann im Finale.

Neue Nominierungskriterien für deutsche Nationalmannschaft
Statt der bisher im Kanuslalom ausgetragen vier Rennen, von den das schlechteste Ergebnis gestrichen wurde, werden bei der nationalen Qualifikation erstmals sechs Wettkämpfe ausgetragen, wobei die beiden schlechtesten Platzierung nicht in die Wertung eingehen.
Im Kajak-Cross ist erstmals in diesem Jahr nur der Gewinner der nationalen Qualifikation im Kajak-Einer automatisch auch für Kajak-Cross vornominiert. Die beiden anderen Plätze im National-Team in dieser Disziplin werden über die Qualifikationswettkämpfe im Cross vergeben.
Wer am Ende aber zur WM nach Penrith (Australien) fahren darf, hängt nicht nur von den Platzierungen bei der nationalen Qualifikation ab, auch ein entsprechender, vom DKV geforderter Leistungsnachweis muss erbracht werden. Zudem bedarf es natürlich am Ende der offiziellen Nominierung durch den DKV.

Neue Wege in Vorbereitung auf die Saison
Nach dem Trauma von Paris hatte sich Ricarda Funk, Tokio-Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin, für ein sechswöchiges selbstständig organisiertes und eigenständig finanziertes Trainingslager in Australien auf der diesjährigen WM-Strecke entschieden. Und sie würde es wieder machen. „Ich bin unglaublich dankbar für diese einzigartige Erfahrung. Irgendwie war ich Sportlerin, Trainerin und Teammanagerin zugleich. Ja, es gab Momente, in denen ich verzweifelt war. Aber Krisenmanagement kann ich scheinbar. Ja, ich war alleine. Alleine, aber irgendwie doch nicht alleine. Denn ich wurde von internationalen Sportlern und Trainern mit offenen Armen empfangen. Ja, meine Gedanken sind manchmal hin und her geflitzt – manche destruktiv, andere unglaublich wertvoll.“
Der Olympia-Vierte von Paris, Sideris Tasiadis (KS Augsburg), verzichtete auf den Warmwasserlehrgang auf La Réunion, „ich kann zuhause auch super trainieren“, sagte der 34-Jährige. Hannes Aigner (Augsburger KV) kann aus privaten Gründen nicht mehr so viel reisen und wird auch nicht an dem noch vor den nationalen Qualifikationswettkämpfen stattfindenden Weltranglistenrenn in Markkleeberg am kommenden Wochenende teilnehmen.
Auch der DKV war einen neuen Weg gegangen. So war er mit einem großen Kader Zum Warmwasserlehrgang auf La Réunion im Indischen Ozean geflogen. 24 Sportlerinnen und Sportler waren dabei. Auch sehr junge Athletinnen und Athleten, auf die der Deutsche Kanu-Verband langfristig für die kommenden Olympischen Spiele setzt, sind diesmal dabei. Die Jüngeren sollen an die internationale Spitze herangeführt werden. Im nacholympischen Jahr wird damit verstärkt der Fokus auf den Nachwuchs gerichtet. Allerdings sei die Entwicklung junger Talente im Schülerbereich schwierig, ein langfristiger Leistungsaufbau kaum möglich, da es in Augsburg – anders als in Leipzig – keine Sportschule gibt, wo man Sportler zum Beispiel für so einen Lehrgang für mehrere Wochen aus der Schule nehme könne, kritisiert Cheftrainer Klaus Pohlen.
Erfahrene Athleten ohne Olympiakaderstatus wie Franz Anton (Leipziger KC waren diesmal nicht eingeladen. Dazu sagte der 35-jährige Leipziger: „Das ist einerseits verständlich, aber dennoch etwas schmerzhaft. Andererseits bin ich nicht unglücklich darüber, da die große Teilnehmerzahl sicherlich Herausforderungen mit sich gebracht hat. Ich hoffe, dass das ‚Gießkannenprinzip‘ in diesem Fall den erhofften Erfolg bringt.“ Dennoch habe er die Möglichkeit gehabt, mit seinem Verein und einer Auswahl der besten Leipziger Nachwuchsathleten ein Trainingslager in Dubai und Südfrankreich zu absolvieren. „Es war eine tolle Erfahrung, mich in die Nachwuchsarbeit einzubringen, und ich freue mich schon sehr auf die bevorstehenden Wettkämpfe.“
ICF-Weltranglistenrennen in Markkleeberg mit Wertung als Deutsche Meisterschaft im Kajak-Cross
Das am kommenden Wochenende (12./13. April) stattfindende Weltranglistenrennen in Markkleeberg ist eine gute Gelegenheit für die Deutschen, schon einmal in Wettkampfroutine zu kommen. Im Rahmen dieser Wettkämpfe werden auch die Deutschen Meisterschaften im Kajak-Cross ausgefahren. Für die Wertung werden dazu die internationalen Teilnehmer aus der Ergebnisliste gestrichen.
Es ist ein spannender Wettkampf zu erwarten. Wie wird sich beispielsweise Tillmann Röller (Augsburger KV) schlagen, der im vorigen Jahr in letzter Sekunde den Olympia-Quotenplatz im Kajak-Cross für Deutschland holte? Oder wie werden sich die deutschen Canadierspezialisten Sideris Tasiadis (KS Augsburg), Andrea Herzog und Nele Bayn (Leipziger KC) in dieser Disziplin präsentieren?
Das Weltranglistenrennen wird somit erste Hinweise darauf geben, wie gut die Athletinnen und Athleten auf die kommende Saison mit der WM in Australien als Wettkampfhöhepunkt vorbereitet sind.
Uta Büttner 06.04.2025
Terminplan 2025:

12./13. April

ICF Weltranglistenrennen mit integrierter Deutscher Meisterschaft im Kajak-Cross in Markkleeberg

26./27. April

Nationale Qualifikation Teil 1 in Augsburg (LK/U23/U18)

2. – 4. Mai

Nationale Qualifikation Teil 2 in Markkleeberg (LK/U23/U18)

14. – 18. Mai

Europameisterschaften Vaires-sur-Marne (Frankreich)

6. – 8. Juni

1. WC La Seu d’Urgell (Spanien)

13. – 15. Juni

2. WC Pau (Frankreich)

27. – 29. Juni

3. WC Prag (Tschechien)

29. – 31. August

4. WC Ljlubljana-Tacen (Slowenien)

4. – 7. September

WC-Finale Augsburg (Deutschland)

29. September –
4. Oktober


Weltmeisterschaften Penrith (Australien)

3. – 5. Oktober

Deutsche Meisterschaften in Roudnice (Tschechien)

 Text Uta Büttner /DKV /06.4.2025


(A)
Oklahoma City wird während der Olympischen Spiele LA28 Austragungsort des Kanu-Slaloms sein,
nachdem der Vorschlag zur Verlegung vom Stadtrat von Los Angeles genehmigt wurde
Diese Entscheidung bedeutet, dass die Wettbewerbe im Whitewater Center in Oklahoma City stattfinden werden, wodurch eine erstklassige bestehende Sportstätte optimal genutzt wird.
Kanu-Slalom wird sich damit zu Softball gesellen, das ebenfalls in Oklahoma City ausgetragen wird. Dies wird der Stadt eine beispiellose internationale Aufmerksamkeit bringen und für eine fantastische Olympia-Atmosphäre sorgen. 
In einer Erklärung von LA28 heißt es:
Die Sportanlagen in Oklahoma City sind bekannt für die Ausrichtung erstklassiger Kanu-Slalom- und Softball-Wettbewerbe in den USA.
Die Stadt wird außerdem eine Reihe internationaler Veranstaltungen im Vorfeld der LA28-Spiele ausrichten, darunter die U-18-Softball-Weltmeisterschaft der Frauen 2025 (WBSC), einen ICF-Kanu-Slalom-Weltranglistenwettbewerb 2025 und die ICF-Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften 2026.“
Foto: Marine Stadium in Long Beach (Bild: ICF)
Der Präsident des Internationalen Kanuverbands (ICF), Thomas Konietzko, sagte:
Das Whitewater Center in Oklahoma City ist nicht nur eine der besten Kanu-Slalom-Anlagen der Welt – es ist eine erstklassige Arena für olympischen Sport.
Wir sind stolz darauf, dass es die Kanu-Slalom-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen LA28 ausrichten wird.
Oklahoma City hat sich stets mit außergewöhnlichem Engagement für den Kanusport eingesetzt.
Mit unseren Weltmeisterschaften und dem ICF-Kongress, die dort 2026 stattfinden, bauen wir bereits jetzt Dynamik in einer Stadt auf, die unseren Sport wirklich lebt.
Kanu-Slalom hat in Paris mit vollen Tribünen und elektrisierender Stimmung die Massen begeistert.
Ich bin sicher, dass LA28 mit der Unterstützung von Oklahoma City dieses Erlebnis auf ein neues Niveau heben wird.
Athleten, Fans und die olympische Bewegung werden in Oklahoma etwas Besonderes finden – eine außergewöhnliche Wettkampfstätte, eine leidenschaftliche Gemeinschaft und eine Bühne, um unseren Sport von seiner besten Seite zu präsentieren.“
Der Bürgermeister von Oklahoma City, David Holt, erklärte:
Der Stadtrat von Los Angeles hat heute über den Vorschlag von LA28 abgestimmt und wir sind unglaublich dankbar für seine Prüfung und Zustimmung.
Wir nehmen diese Gelegenheit mit größtem Verantwortungsbewusstsein an.
Mit der endgültigen Genehmigung ist es jetzt offiziell:
Zwei Sportarten der Olympischen und Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles – Softball und Kanu-Slalom – werden vollständig in der 20-größten Stadt der USA ausgetragen.
Das passiert wirklich. Die Olympischen Spiele kommen nach OKC
Letzten Monat besuchten ICF-Präsident Thomas Konietzko, ICF-Vizepräsident Lluis Rabaneda und ICF-Generalsekretär Richard Pettit Oklahoma City.
Das ICF-Führungsteam wurde von Bürgermeister Holt mit dem symbolischen Schlüssel zur Stadt Oklahoma geehrt.
Das Whitewater Center ist derzeit Gastgeber eines ICF-Kanu-Slalom-Weltranglistenrennens, das Athleten aus der ganzen Welt die Möglichkeit gibt, das olympische Wettkampfgelände kennenzulernen, während die Vorfreude auf die Spiele wächst.
Zudem wird es 2026 die ICF-Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften sowie den ICF-Kongress beherbergen, bevor es 2027 erneut ein ICF-Kanu-Slalom-Weltranglistenrennen ausrichtet.
Als anerkannte erstklassige Wettkampfstätte für internationale Kanuwettbewerbe verfügt das Whitewater Center über hervorragende Einrichtungen und organisatorische Kapazitäten.
Zudem entspricht es voll und ganz der Olympischen Agenda 2020+5, die Nachhaltigkeit, langfristige Nutzung und – wo möglich – die Verwendung bestehender hochwertiger Sportstätten betont.
Der Kanu-Sprint wird während der Olympischen Spiele LA28 im Marine Stadium in Long Beach ausgetragen.
Marianne Stenglein / KBKV Bezirk Schwaben / Presse / 01.04.2025 Quelle PM ICF und Foto

(A)
Saisonauftakt in Hüningen im Kanuslalom und Kayak Coss.
Ricarda Funk wurde bei den Damen im Finale der Kayak Cross Damen drittplatzierte und Emily Apel kam im Semifinale auf den siebten Platz. Helene Schmidt traf in ihrem Kayak Cross Debut direkt auf die spätere Siegerin Alena Marx sowie auf die spätere Zweitplazierte Chiara Sabattini
Beim Frühjahrsaauftakt des ICF Ranking Race in Hüningen gab es für viele Sportler das erste Aufeinandertreffen der Saison 205. Am Wochenende fand der erste offiziele Kanuslalom Wettkampf statt und war gut besetzt mit internationaler Beteiligung. Die Sportler*innen aus der Schweiz und Deutschland dominierten das Starterfeld, aber die vereinzelten Sportler*innen kamen auch aus Frankreich, Portugal, Brasilien, Finnland sowie aus Tunesien.
Beim Samstags-Slalom machte die schwierig ausgehängte Strecke vielen der Nachwuchssportlern zu schaffen. Zudem hatte das "Frühlingswetter" noch einige Überraschungen auf Lager.
Slalom Ergebnisse am 29.03.2025:
Finale der K 1 Damen:
1. Platz Marx Alena / Schweiz
2. Platz Galuskova Atonie / Tschechien
3. Platz US Viktoria / Ukraine
4. Platz Funk Ricarda / Deutschland/KSV & KSA
5. Platz Pirro Paulina / Deutschland
6.Platz Apel Emily / Deutschland/KSA
Finale der C 1 Herren:
1.Platz Chaloupka Vaclac / Tschechien
2. Plarz Jegou Liam /Irland
3, Platz Tuchscherer Lennard / Deutschland
...
09. Platz Süß Philipp / Deutschland/KSA
12.Platz Lindolf Julian / Deutschland /KSA
Finale der C1 Damen:
1. Platz Herzog Andrea / Deutschland
2. Platz Bayn Nele / Deutschland
3. Platz US Viktoria / Ukraine


Finale der K 1 Herren:
1. Platz De Coster Gabriel / Belgien
2. Platz Pajaud Julien / Frankreich
3. Platz Munsch Manuel / Schweiz
....
8. Platz Dietz Enrico / Deutschland
9. Platz Stanzel Christian / Deutschland/AKV

Kayak Cross am 30.03.2025
Die Heats beim Kayak Cross fanden dann fast ohne Schwaben Beteiligung statt. Aber die Nachwuchskanutin Helene Schmidt schaffte den Sprung ins Viertelfinale, traf dann aber bei ihrem Kayak Cross Debut direkt auf die spätere Siegerin Alena Marx sowie auf die spätere Zweitplazierte Chiara Sabattini. Nach einem starken Start und etwas Gedränge in der Anfangsphase musste Helene die Favoriten dann aber davonziehen lassen. Dennoch war es für sie eine wertvolle Erfahrung mit der starken internationalen Konkurrenz. Erfeulich, daß die beiden KSA Damen Ricarda Funk im Finale drittplatzierte wurde und Emily Apel kam im Semifinale auf den siebten Platz. Starke Leistung!
Kayak Cross Finale Damen:
1. Platz Marx Alena/ Schweiz
2. Platz Sabattini Chiara /Italien
3. Platz Funk Ricarda /Deutschland /KSV & KSA
4. Platz Plochmann Annkathrin / Deutschland
Semifinals:
5. Platz Teunissen Lena
6. Platz Bayn Nele
7. Platz Emily Apel/KSA
8. Platz Herzog Andrea
Quarterfinals:
15. Platz Schmidt Helene/KSA


Kayak Cross Finale Herren:
1. Platz Marx Dimitri / Schweiz
2. Platz Hengst Stefan / Deutschland
3. Platz Chiarello Gelindo / Schweiz
4. Platz Dougoud Martin / Schweiz
Nennenswert wären noch unsere KSA Neuzugänge Linus Häfner und Teijo Tarkka (international für Finnland am Start). Diese beiden sind in der Saison 2025 erstmals als Schwabenritter unterwegs. Wir wünschen beiden einen guten Start, aber natürlich auch unseren gesamten Sportlerinnen und Sportlern!
Danke an Thomas Schmidt für sein Engagement auch in Hüningen und seine Informationen! Leider keine Fotos aus Hüningen erhalten, deshalb Archivfotos!
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben Presse / Text und Fotos von M.STenglein,lediglich Foto von Julian Lindolf von Jürgen Lindolf, 30.3.2025

(A)
Augsburger Sportgala im Kongres am Park begeisterte die erfolgreichen Augsburger Sportlerinnen und Sportler und das Publikum
Der 3. Bürgermeister der Stadt Augsburg Bernd Kränzle führte durch den Abend zusammen mit dem Referenten für Sport Jürgen K. Enninger. 109 Sportlerinnen und Sportler waren so erfolgreich in 2024 und wurden vor dem voll besetzten Auditorium geehrt. Bernd Kränzle ging ausführlich auf das Sportjahr 2024 ein und erinnerte an die vielen Erfolge der über 200 Augsburger Vereine. Ein Satz blieb besonders im Gedächtnis "ohne Breitensport gäbe es keinen Leistungssport". Kränzle ist ja zudem Vorsitzender des BLSV in Schwaben. Er freute sich auch sehr, daß der Augsburger Stadtrat bei der Sportgala so zahlreich vertreten war und bedankte sich bei ihnen, daß trotz der finanziellen Sorgen Augsburgs, sie den Rotstift nicht beim Sport angesetzt haben.
Bild: Elena Lilik
Die ausgezeichneten Kanutinnen und Kanuten 2024 aus dem Kanusport.
Olympische Spiele:
Elena Lilik / Kanuslalom - Silbermedaille im Canadier Einer (Kanu Schwaben Augsburg KSA)
Noah Hegge / Kanuslalom - Bronzemedaille im Kayak Cross (KSA)
Weltcups:
Ricarda Funk / Kanuslalom - Weltcup Geamtsieg im Kajak Ener Damen (KSA)
Lucia Hacker / Freestyle - 3. Platz im Gesamt Weltcup im Canadier Einer Damen (KSA)
Norman Weber / Wildwasser-Rennsport und SUP:
3. Platz WM im WW Classic im Canadier Einer und C 2
3. Platz WM im WW Sprint im C 1
3-facher Deutscher Meister im SUP in Long Distance, Techn. Race und 200 m Sprint
Emily Apel / Kanuslalom:  AK U 23 WM Team Gold im Kajak Einer (KSA)
Vize Europameisterin im Team im Kajak Einer
Deutscher Meistertitel:
Sabine Füßer / Wildwasser Rennsport Sprint K 1 Damen (KSA)
Vinzenz Hartl / Kanuslalom im Kajak Team (AKV)

Christian Stanzel / Kanuslalom im Kajak Team (AKV)
Franziska Hanke / Kanuslalom Gesamtsiegerin im K 1 im Deutschland-Cup (AKV)

Bild: AKV Sportlerinnen und Sportler

Süddeutscher Meistertitel:
Jonas Büchner / Kanuslalom  im K 1 (AKV)
Lara Kriesinger / Kanuslalom im K 1 (AKV)
Julian Lindolf / Kanuslalom im C 1
Masters:
Ingo Kriesinger / Kanuslalom 1. Platz bei der Masters WM in der Klasse C 55 (AKV)
und 1. Platz bei den German MastersAK Ü 50
Janet Steinbrenner / Kanuslalom 1. Platz bei der Masters WM in der Klasse C 55 (AKV)
Wolfgang Kennel / SUP  Deutscher Meister Masters C im SUP Tech (AKV)
Jugend- und Juniorenklasse:
David Becke / Kanuslalom  AK U 18 und WM Bronze im Team  K 1 (KSA)
Luis Hartmann / Kanuslalom AK U 18 WM Bronze im Team  K 1 (KSA)
Paul Lehner / Kanuslalom AK U 18 EM Bronze im Team C 1 (KSA)
Helene Schmidt / Kanuslalom U 16. 2. Platz im ECA Cu, zweifache bayr. Meisterin im K 1 und Kombiwertung

KSA Sportlerinnen und Sportler

Erstplatzierte Sportler
Deutsche Meistertitel Jugend:
David Becke / Kanuslalom AK U 18  1. Platz im Deutschland Cup K 1 (KSA) 
Pablo Calliet / Kanusport U 18 Wildwasser Sprint und Classic im Team  (AKV)
Carolin Diemer / Kanuslalom Junioren WM Bronze im C 1 Team , EM Silber im C 1 Team , zweifache
südddeutsche Meisterin im K 1 und C 1 , zweifache bayerische Meisterin im C 1 und  K 1 (AKV)
Paul Lehner / Kanuslalom AK U 18 im C 1 Team (KSA)
Kalle Neumann / Kanuslalom AK U 18 im K 1 Team (KSA)
Sam Neumann / Kanuslalom AK U 13 zweifacher Deutscher Meister im Einzel und in der Kombiwertung
sowie dreifacher bayr. Meister im K 1, C 1 und der Kombiwertung K1 / C 1 (KSA)
Bild: Sideris mit Stasträtin Hippke
Süddeutsche Titel Jugend:
Samuel Bitsch / Kanuslalom  AK U 14 im K 1 (KSA)
Laura Boldt / Kanuslalom K U 10 im K1 (AKV)
Milan Herzog / Kanuslalom AK U 12 im C 1 und bayr. Meister WW Classic und Sprint (AKV)
Nora Kaiser / Kanuslalom AK U 14 im C 1 und zweifache bayr.  Meisterin im K 1 und Kombiwertung (KSA)
Ole Kaiser / Kanuslalom AK U 10 im C 1 und zweifacher bayr. Meister in K 1 und Kombiwertung (KSA)

Thomas Reys / Kanuslalom AK U 16 im K 1 (KSA)
Bild: 1. Platz Noah Hegge
Bayerische Titel Jugend:
Johann Schmidt / Kanuslalom U 16 zweifacher bayerischer Meistertitel (KSA)
Die o.a. Sportlerinnen und Sportler wurden aus der AZ Auflistung übernommen.
Warum Sideris Tasiadis mit seinem 4.Platz bei den olympischen Sommerspielen in Paris 2024 nicht  auf der Liste der zu ehrenden Sportler stand, ist mir ein absolutes Rätsel?
Nach der Ehrung durch die Stadt Augsburg wurde die Spannung immer größer, wer würde diesmal bei der Sportlerehrung vorne dabei sein? Stimmberechtigt waren mehr als 30 Mitglieder des Vereins Augsburger Sportpresse und weitere Sportjournalisten, welche in Augsburg tätig sind. Für den ersten Platz konnten 5 Punkte, für den zweiten Platz 3 und für den dritten Platz 2 Punkte vergeben werden.
Die Überraschung für Noah Hegge war riesengroß und er freute sich sehr darüber "Sportler des Jahres zu sein, ist schon eine tolle Auszeichnung" .Wir gratulieren dem Bronzemedaillengewinner der olympischen Sommerspiele in Paris recht herzlich zu dieser Auszeichnung.
Aber auch Elena Lilik, die Silbermedaillengewinnerin der olympischen Sommerspiele in Paris konnte sich herzlich freuen, sie belegte bei den Damen den zweiten Platz. Herzlichen Glückwunsch für Elena und wir drücken beiden den Daumen, dass alles weiterhin glatt verläuft.
Sieger in der Mannschaft wurde die Männermannschaft des TSV 1847 Augsburg e.V., auch sie waren total überrascht über diese Auszeichnung. Da konnte sich der Präsident des Hauptverein Hans-Peter Pleitner richtig freuen, denn alle drei Preisträger sind aus dem TSV 1847 Schwaben Augsburg e.V. und genüßlich konnte er die Ehrungen von der ersten Reihe aus live verfolgen. Auch die Abteilung der Kanu Schwaben hat erneut einen Grund zum Jubeln über die Auszeichnungen von Elena und Noah!

Alexander Bauer, Dirk Wurm

Gemeinschaftsfoto


Apel Mädels u. Marianne Stenglein

Andrea Bogenreuther

2x Hegge

Zenner, Uhl, Wurm
Bild: 3x Schmidts
Auflistung der Preisträger: 
Sportler des Jahres:
1. Platz Noah Hegge (Kanuslalom)
2. Platz Marco Brenner (Raadsport)
3. Platz Georg Zimmermann (Radsport)
Sportlerin des Jahres:
1. Platz Tina Rupprecht (Bxen)
2. Platz Elena Lilik (Kanuslalom)
3. Platz Michelle Schäer (Beach-Handball)
Mannschaft des Jahres:
1. Platz Männermannschaft des TSV Schwaben Augsburg (Fußball)
2. Platz Constantin Frantzen/Hendrik Jebens (Tennis Doppel)
3. Platz Männermannschaft des TV Augsburg (Skaterhockey)
Nach vielen Fotoshootings ging es dann zum gemütlichen Teil über. Durch die Sanierung des Augsburger Rathauses wurde die Sportgala in die Augsburger Kongresshalle verlegt. Besonders erwähnenwert sind die Sportakrobatinnen des SAV Augsburg-Hochzoll, denn sie begeisterten das Publikum mit ihren tollen Showeinlagen. Wir sind immer wieder begeistert von deren Show Einlagen und erinnern uns gerne an ihre Auftritte bei unseren ICF Kanuslalom Weltcups zur Eröffnungsfeier am Olympiapark.
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Presse / Text und Fotos von M. Stenglein / 23.03.2025

(A)
Deutsches Kanuslalom-Team sitzt wegen Zyklon auf La Réunion fest
Das für einen Warmwasser-Lehrgang auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean befindliche deutsche Kanuslalom-Team sitzt wegen des Zyklons „Grarance“ auf der Insel fest. Mit dabei sind auch der Olympia-Bronze-Gewinner von Paris, Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) sowie Andrea Herzog (Leipziger KC), die Olympia-Dritte von Tokio. Der schwere Wirbelsturm traf am Freitagmorgen mit Windböen von mehr als 200 Kilometren pro Stunde auf die Insel, bekleidet von Starkregen. Zehntausende waren ohne Strom und Wasser, aktuell wird von mindestens drei Todesopfern gesprochen. Dem Kanuslalom-Team ist nichts passiert. Von den Kanu Schwaben sind Noah Hegge und Emily Apel auf der Insel La Réunion. 
Bild: Emely Apel
Weil der Flugverkehr ebenfalls zusammengebrochen ist, konnte das Team jedoch nicht wie geplant abreisen. Die ersten sollten bereits gestern abfliegen. Heute Abend um 18.30 Uhr werde der Flughafen wieder geöffnet, informierte Kajak-Bundestrainer Thomas Apel. Dann werden die ersten die Insel verlassen. Die letzten, die Kajak-Damen, werden voraussichtlich am Dienstag abfliegen können.
Bild: Noah Hegge
Derweil nutzt das deutsche Team die Zeit, um beim Aufräumen der stark geschädigten Kanuslalomstrecke zu helfen. Unmengen an Schlamm aus dem Bootshaus und in dem Kanal und umgeknickte Bäume sind zu beseitigen.
Zum Warmwasserlehrgang zieht Apel ein positives Fazit. Trotz des erstmals breiten Kaders von 24 Sportlerinnen und Sportlern habe das Training gut funktioniert, sagte er. Auch sehr junge Athletinnen und Athleten, auf die der Deutsche Kanu-Verband langfristig für die kommenden Olympischen Spiele setzt, sind diesmal dabei. Die Jüngeren sollen langfristig an die internationale Spitze herangeführt werden. Im nacholympischen Jahr wird damit verstärkt der Fokus auf den Nachwuchs gerichtet.
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben Presse / Text: Uta Büttner/ Foto von Marianne Stenglein  04.03.2025

(A)
Unsere Augsburger Topkanutinnen und Kanuten sind derzeit auf der Insel La Reúnion und haben ihren ersten internationalen Slalomwettkampf bestritten und Noah Hegge und Emily Apel belegten in der Kajak Disziplin jeweils den dritten Platz. (nicht dabei - Sideris Tasiadis und Elena Lilik) - (alle Kanu Schwaben)
Ricarda Funk weilt dafür seit einigen Wochen in Down Under und holte sich bei den Australien Open den Sieg auf der Wildwasserstrecke in Penrith (dort findet 2025 übrigens die  SL Weltmeisterschaft statt).
Bild: Emily Apel
Drei Podestplätze auf La Réunion
Derweil bereitet sich ein großes Team mit 24 Sportlerinnen und Sportlern im Rahmen eines Warmwasser-Lehrgangs auf der zu Frankreich gehörenden Insel La Réunion im Indischen Ozean vor. Auch sehr junge Athletinnen und Athleten, auf die der Deutsche Kanu-Verband langfristig für die kommenden Olympischen Spiele setzt, sind diesmal dabei. Die Jüngeren sollen langfristig an die internationale Spitze herangeführt werden. Im nacholympischen Jahr wird damit verstärkt der Fokus auf den Nachwuchs gerichtet. Allerdings sei die Entwicklung junger Talente im Schülerbereich schwierig, ein langfristiger Leistungsaufbau kaum möglich, da es in Augsburg – anders als in Leipzig – keine Sportschule gibt, wo man Sportler zum Beispiel für so einen Lehrgang für mehrere Wochen aus der Schule nehme könne, kritisiert Cheftrainer Klaus Pohlen.
Bild: Noah Hegge
Bei dem Wettkampf auf La Réunion an diesem Wochenende paddelten drei der Deutschen auf einen Podestplatz. Canadierspezialistin Andrea Herzog (Leipziger KC) wurde Zweite. Im Kajak jeweils auf den dritten Rang landeten Emily Apel und Noah Hegge (beide Kanu Schwaben Augsburg). Gut präsentierten sich die deutschen Nachwuchshoffnungen Kimberley Rappe und Niels Zimmermann (beide Leipziger KC) im Canadier sowie Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) im Kajak mit ihren vierten Plätzen. Die beiden Olympiastarter von Paris, Elena Lilik und Sideris Tasiadis (beide Kanu Schwaben Augsburg), sind nicht mit dabei beim Wasserlehrgang.
Selbstvertrauen getankt: Olympiasiegerin Ricarda Funk gewinnt hochkarätig besetztes Rennen 
Ricarda Funk bereitet sich aktuell individuell auf der diesjährigen WM-Strecke im australischen Penrith auf die Saison vor. Im nacholympischen Jahr setzt der Deutsche Kanu-Verband in der Saisonvorbereitung verstärkt auch auf die Entwicklung des Nachwuchses.
„Das verflixte Tor Nummer 20“: Es wird wahrscheinlich in die Kanuslalom-Geschichte eingehen. In diesem Jahr hat sich die Tokio-Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin im Kajak, Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & Kanu Schwaben Augsburg), erstmals entschieden, sich ohne das Team auf die Saison vorzubereiten. Sie trainiert sechs Wochen individuell, ohne Trainer auf der diesjährigen WM-Strecke im australischen Penrith. Das in dieser Zeit stattgefundene Australien Open, an dem die gesamte Weltelite teilnahm, hat die 32-Jährige mit 3,01 Sekunden Vorsprung vor Noamie Fox aus Australien gewonnen. Auf Platz drei paddelte die US-Amerikanerin Evy Leibfarth. Funk hatte bereits das Qualifikationsrennen mit deutlichem Vorsprung von 4,81 Sekunden gewonnen. Olympiasiegerin Jessica Fox landete auf Rang zehn. Die Olympia-Zweite von Paris, Klaudia Zwolinska aus Polen rangierte auf Platz fünf, die Britin Kimberley Woods, Paris-Olympia-Dritte wurde Siebte.
„Wow, da war es wieder, dieses Wettkampffeeling. Die Anspannung, das Herzklopfen, die Nervosität – und ja, auch die Unsicherheit. Genau diese Ungewissheit gibt mir dieses besondere Gefühl. Werde ich das richtige Maß zwischen Risiko und Kontrolle finden? Habe ich die richtige Taktik gewählt? Werde ich das Wasser kontrollieren – oder umgekehrt?“, so kommentierte Funk ihren Wettkampf. Obwohl sie seit 17 Jahren auf internationalem Niveau unterwegs ist, „bin ich vor jedem Wettkampf nervös, egal wie groß oder klein er ist“, beschrieb Funk ihre Gefühle.
Bild: Ricarda Funk
Wir gratulieren unseren Kanuslalom Startern aus der Ferne recht herzlich zu diesen starken Ergebnissen zu Beginn der Kanuslalom im Ausland.
Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben / Presse / 23.02.2025 - Text Uta Büttner / Fotos Marianne Stenglein


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