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Umwelt


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Bayerischer Kanutag von 8.-10.10.2021 in Neuburg/Donau - Teil 1 (Teil 2 auf der Seite "aktuell")
Die Farbe des Kanusports ist ja eigentlich blau – aber die Umgebung bei der Ausübung unseres Sports wünschen wir uns grün, und dafür setzt sich der BKV als Verband mit seinen Kanusportlerinenn und Sportlern seit Jahrzehnten aktiv ein.
In Neuburg bot sich beim BKV Kanutag die Chance, die Auenwälder zu erleben und uns im Aueninstitut sowie bei einer geführten Wanderung aus erster Hand zu informieren. Deshalb lautete das Motto in diesem Jahr „Kanusport ist GRÜN“ und stand am Samstag, 08.10.2021 – statt eines Referats o. ä. – ganz bewusst am Beginn des BKV Verbandstages. 
50 Personen waren sehr interessiert an der Führung der beiden ortskundigen Guides und lauschten den Ausführungen beim „Naturschutz & Kanusport in der Aue“ mit regem Interesse. Gutes Schuhwerk war notwendig und sogar unser DKV Präsident Thomas Konietzko nahm die Gelegenheit war und nahm an der Exkursion teil.
Im parlamentarischen Teil ging es dann in der Theorie weiter, u. a. mit Wahlen.Aber dieses erst am Nachmittag, dies in BKV Kanutag Teil 2

Exkursion

Links Thomas Koniietzko, neben ihm rechts Oliver Bungers

Udo und Andrea Imminger
Marianne Stenglein, Referentin für Presse, 10.10.2021

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Das Ressort "Umwelt und Gewässer"
Wo können wir paddeln? Was gilt es zu beachten? Wie verhalten wir uns, damit wir auch in Zukunft unseren Kanusport auf den Gewässern betreiben können? Was können wir als Kanuten aktiv für den Umweltschutz tun? Wie kann die Infrastruktur an den Gewässern für den Kanu-Sport verbessert werden? Und natürlich: was können wir unternehmen, damit Naturschutzmaßnahmen und Kanusport nebeneinander möglich sind?
Diese Fragen sind so vielfältig wie die Kanu-Gewässer selbst und erfordern eine komplexe Bearbeitung. Hierfür ist das Ressort Umwelt und Gewässer im DKV verantwortlich.

Die Hauptthemen des Ressorts sind:
    Naturbewusst Paddeln: Für den Umgang mit der Natur erarbeiten wir Handlungsempfehlungen für Kanu-Sportler und stellen entsprechende Handlungsempfehlungen zur Verfügung.
    Gewässer-Info: Wir helfen durch vielfältige Angaben zu den Gewässern - wie Befahrungsregeln, Pegel-Info und Verkehrsvorschriften - bei der Vorbereitung einer erfolgreichen Kanutour.
    Umweltaktionen wie der DKV-Wettbewerb Insektenhotel, der Müll- und Unrat-Sammel-Sack MUSS oder die Beteiligung an der Plattform Gewässerretter zeigen, wie sich Kanusporttreibende aktiv am Umweltschutz beteiligen können.
    Wasserbau: Wir helfen, durch Beratung bei Planung und Bau von Steganlagen, Umtrageeinrichtungen und Bootsrutschen und durch Mitarbeit beim Bau von Trainingsstrecken mit Walzen und Wellen für Kanu-Slalom und Freestyle, die Kanusport-Infrastruktur zu verbessern.
    Befahrungsregelungen: Gemeinsam mit den Umweltbeauftragten der LKV setzen wir uns ein, dass erfolgreiche Modelle eines Nebeneinanders von Kanusport und Naturschutz übernommen werden.
    Mitarbeit in Umweltverbänden: Als Mitglied im Deutschen Naturschutzring (DNR) bringt das Ressort Themen des Natursports Kanu in die Diskussion der Naturschutzverbände. Zusammen mit dem Kuratorium Sport und Natur setzen wir uns für den Ausgleich der Belange von Kanusport und Naturschutz ein.
    Stellungnahmen: Wir geben Stellungnahmen zum Bundesnaturschutzgesetz ab und unterstützen die LKV bei ihren Eingaben zu entsprechenden Landesgesetzen.
Bild: Hochablass
Die Fach-Referenten des Ressorts betreuen Themen wie Naturschutzregelungen, Umwelttechnik und Wasserbau, Hochwasserschutz, Fragen um Wasserkraftwerke und auch den Fisch-Kanu-Pass.
Innerhalb des DKV arbeitet das Ressort beim Thema Umweltbildung in der Trainer-Ausbildung mit dem Ressort Ausbildung zusammen und veröffentlicht wichtige Informationen zu jeweils aktuellen umweltrelevanten Themen.
Externe Tätigkeitsfelder sind die Mitarbeit bei Bauvorhaben an Bundeswasserstraßen (z.B. EU-LIFE Projekt Living Lahn, Abladeoptimierung Mittelrhein) und die Unterstützung der regionalen Kanu-Mitarbeiter bei Regionalkonzepten (Elbe, Aller, Oberweser, Isar).Eine Beteiligung besteht auch am Projekt AQUATAG (Untersuchung des Einflusses von Freizeitaktivitäten an Binnengewässern) beim Leibniz-Institut Berlin.
Die alle zwei Jahre stattfindende Ressorttagung Umwelt und Gewässer besitzt die Beschlusskompetenz zu umweltrelevanten Themen des Kanusports; so wurden die „DKV- Regeln für naturverträglichen Kanusport“ von den Mitarbeitern des Ressorts vorbereitet und auf der Tagung durch die Umweltreferenten der Landes-Kanu-Verbände überarbeitet und beschlossen. Die Ergebnisse der Tagung werden in der jeweiligen Konferenz Freizeitsport vorgestellt. Weitere Informationen unter https://www.kanu.de/FREIZEITSPORT/Die-Ressorts/Umwelt-und-Gewaesser-54172.html
Im Bezirk Schwaben ist der zweite Vorsitzende Bernhard Wörz für die Umwelt zuständig,siehe https://www.bkv-schwaben.de/wir-ueber-uns.htm
Marianne Stenglein,Referentin für Presse, 27.5.2021


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Vorrang für die einzigartige Isarlandschaft
Die Konzessionen für die Wasserkraftnutzung durch das Walchenseekraftwerk-System laufen zum 30. September 2030 aus. Deshalb fordern 13 Vereine und Verbände zukünftig einen deutlich besseren Schutz der Oberen Isar, ihrer Nebengewässer sowie der Seen im Einzugsgebiet des Kraftwerks.
 Seit gut zwei Jahren haben die Organisationen, unter ihnen der Bayerische Kanu-Verband, an einem gemeinsamen Positionspapier gearbeitet. Aus Sicht
 der Verbände muss der Naturschutz der Oberen Isar zukünftig wesentlich stärker als bisher in den Fokus gerückt werden, auch wenn es den Kraftwerksbetrieb einschränkt. Das Fazit lautet: Sofern es zu einer Neugenehmigung kommen sollte, führt aufgrund der hohen naturschutzfachlichen Bedeutung der Oberen Isar an einem verbesserten Betrieb hinsichtlich der Ökologie kein Weg vorbei. Die Organisationen wollen am Prozess der Neukonzessionierung beteiligt werden.
Die Vereine und Verbände sind sich einig, dass es belastbare Bewertungsgrundlagen braucht, damit ein künftiger Kraftwerksbetrieb überhaupt den Erhalt der einzigartigen wildflusstypischen Lebensräume und Arten sicherstellen kann. Vor der Erteilung wasserrechtlicher Genehmigungen müssen belastbare Studien vorgelegt werden, mit deren Hilfe die Auswirkungen des geplanten Betriebs auf den Erhalt der wildflusstypischen Lebensräume und Arten bewertet und minimiert werden können. Hierzu zählen auch verschiedene Szenario-Berechnungen, die die zentralen Fragen zur künftigen Mindestwassermenge und die Möglichkeiten für deutlich mehr Geschiebedynamik beantworten. Die Organisationen fordern auch eine umfassende, sofortige Information und Partizipation am gesamten Wasserrechtsverfahren sowie die Bereitstellung von Gutachten, um die Auswirkungen des geplanten Betriebs bewerten zu können. Vorgaben der Wasserrahmenrichtline und der Natura 2000-Richtlinie, die heute geltendes Recht darstellen, sind zwingend einzuhalten und synergistisch zu nutzen.
Das Wildflusssystem der Oberen Isar zwischen Mittenwald und Sylvensteinspeicher in Oberbayern ist eine der naturschutzfachlich wertvollsten Flächen Bayerns und Deutschlands. Eingriffe zur Wasserkraftnutzung haben den Wildfluss und seine Auen seit 100 Jahren erheblich verändert. Die umfangreichen Umgestaltungen, die für den Betrieb des Walchenseekraftwerk-Systems vorgenommen wurden, haben zu weitreichenden ökologischen Problemen geführt: Wasserknappheit, Verlust der Dynamik, Verbuschung, Verschlechterung der ökologischen Strukturen und Festlegung von Flussarmen sowie zahlreiche weitere negative Auswirkungen der Wasserkraftnutzung führen zum Verlust von seltenen, wildflusstypischen Lebensräumen und Arten und gefährden deren Erhalt. Am Walchensee selbst können sich wegen der hohen saisonalen Pegelabsenkung keine natürlichen Lebensräume für Flora und Fauna entwickeln.
Folgende Organisationen tragen das Positionspapier (alphabetisch):
Bayerischer Kanu-Verband e. V., BUND Naturschutz in Bayern e. V., Bürgervereinigung Walchensee-Forum, Deutscher Alpenverein e. V., Isartalverein e. V., Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V., Landesfischereiverband Bayern e. V., NaturFreunde Deutschlands
e. V. - Landesverband Bayern, Münchner Forum. Diskussionsforum für Entwicklungsfragen e.V., Notgemeinschaft „Rettet die Isar jetzt“ e. V., Verein zum Schutz der Bergwelt e. V., WWF Deutschland und der Dachverband CIPRA Deutschland e. V. /
Marianne Stenglein, 14.4.2021 /Quelle BKV Bayerischer Kanuverband

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VGH-Urteil macht den Weg frei für BKV-Klage gegen die Pegnitz-Verordnung
Als der BKV am 20.04.2017 Klage gegen die massiv verschärfte Befahrungsregelung an der Pegnitz beim Verwaltungsgericht Ansbach einlegte, hatte unser Verband alle Mühe, dies innerhalb der Widerspruchsfrist von nur vier Wochen zu organisieren. Danach war jedoch erst einmal Warten angesagt.

Nach einer ersten mündlichen Anhörung am 04.07.2018 entschied das VG Ansbach mit Urteil vom 21.12.2018 erst einmal, sich doch nicht inhaltlich mit unseren Argumenten gegen die Verordnung zu beschäftigen, sondern die Klagen des BKV (als Verband), der Bayerischen Einzelpaddler-Vereinigung e.V. (B.E. als Verein) sowie des BKV-Ressortleiters Umwelt und Gewässer (als Einzelperson) aus formalen Gründen abzuweisen.

Hierzu nutzte das VG Ansbach seinen richterlichen Ermessensspielraum aus, um den erst am 03.08.2017 dazugekommenen Klägern die aufschiebende Wirkung einer fehlerhaften Rechtsbehelfsbelehrung durch die Verordnungsbehörde zu verweigern. Die fristgerechte Klage des BKV wurden vom VG Ansbach dagegen (in gleichermaßen behördenfreundlicher Vorgehensweise) mit dem Hinweis abgewiesen, dass dem BKV aufgrund fehlender direkter Betroffenheit kein Verbandsklagerecht zustehen würde.
Archivbild
Allerdings konnten die Klageparteien erreichen, dass eine Berufung gegen die Entscheidung des VG Ansbach beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) zugelassen – und entsprechend am 07.01.2019 auch eingelegt wurde. Damit war erst einmal wieder Warten angesagt, das sich durch die Corona-bedingte Überlastung des VGH in 2020 schlussendlich bis Anfang 2021 hinzog.

Mit seiner Entscheidung vom 21.01.2021 hat der VGH das Verbandsklagerecht des BKV nun bestätigt und das Verfahren an das VG Ansbach zurückverwiesen. Dabei hat sich der VGH ziemlich ausführlich mit der Klagebefugnis des BKV auseinandergesetzt und eine Revision zugelassen, da die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat. Die vom VGH bestätigte Zurückweisung der beiden anderen Kläger aufgrund verfristeter Klageerhebung ist in der Sache damit nicht weiter von Bedeutung, da der BKV das Verfahren nun auch als Einzelkläger weiter vorantreiben kann.

Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, wie aufwändig, teuer und langwierig der Klageweg gegen Beschränkungen des Kanusports durch behördliche Verordnungen ist: Nach Anwaltskosten im fünfstelligen Euro-Bereich und über drei Jahren Wartezeit sind wir wieder – diesmal dann auch zur fachlich-inhaltlichen Prüfung unserer Sachfragen und Argumente – beim VG Ansbach als Erstinstanz angekommen. Weitere Wartezeiten und (für den Kanusport hoffentlich positiver) Ausgang des Verfahrens weiter offen!
Dr. Stefan Schmidt, BKV-Ressortleiter Umwelt und Gewässer 06.02.2021


DEUTSCHLANDWEITE UMFRAGE ZUR FREIZEITNUTZUNG VON BINNENGEWÄSSERN
Das Forschungsprojekt AQUATAG untersucht, wie in Deutschland Flüsse und Seen zur Erholung genutzt werden. Wir wollen zum einen herausfinden, welche Formen von Erholung an welchen Gewässern durchgeführt werden. An welchen Gewässern wird z.B. welcher Wassersport betrieben? Welche Gewässer werden bevorzugt zum Baden genutzt? Zum anderen möchten wir erfahren, welche Erwartungen die Menschen an die Qualität der Gewässer haben. Ist die Wasserqualität gut genug? Gibt es Konflikte mit anderen Nutzern?
Bislang wurde in Deutschland die Bedeutung der Binnengewässer für die Erholungs- und Freizeitnutzung nur für einzelne Nutzergruppen untersucht. Zu nennen sind hier insbesondere die Angler, aber auch die Ruderer. Zudem liegen Daten zur Erholungsnutzung oft nur auf regionaler Ebene vor. In AQUATAG werden aus diesem Grund deutschlandweite Erhebungen der Nutzung von Binnengewässern, also Flüssen und Seen, zur Erholung durchgeführt. Dabei sind alle Formen der Erholungsnutzung von Interesse, sei es der Spaziergang am Abend an einem Seeufer, die Kanutour auf oder die Radtour entlang eines Flusses, der Aufenthalt an einem Badesee oder die Fahrt mit einem Segel- oder Motorboot.
Helfen Sie herauszufinden, welche Freizeitaktivitäten wo und wie lange betrieben werden.
Welche Erwartungen haben Menschen hinsichtlich der Ausstattung, Erreichbarkeit und Besucherdichte an die Gewässer? Gibt es Konflikte mit anderen Nutzern?
Jede Antwort bringt uns dem Ziel ein Stück näher, die verschiedenen Wassersportaktivitäten vergleichen zu können, um zu verstehen, was speziell für Mitglieder in Kanu-Vereinen ein Gewässer attraktiv macht. Nehmen Sie sich 20 Minuten Zeit, denn dies ermöglicht es ,Maßnahmen zu formulieren, damit unsere Gewässer nicht geschädigt werden und wir sie noch lange nutzen können.
Hier geht es zur Umfrage: http://www.imug-research.de/aquatag-kanu/
Quelle DKV / Marianne Stenglein, Referentin für Presse/ 15.10.2020


Naturschutz beim Paddeln
Grundsätze:
Wir Kanusportler sollten alles daran setzen, dass von unserem Sport keine zusätzliche Belastung für die Natur ausgeht. Daher haben wir einige Ratschläge für Sie zusammengestellt, damit Sie unbeabsichtigte Störungen des empfindlichen Naturhaushaltes vermeiden können.
  1. Vermeiden Sie bitte alles, was Tiere stören oder auch nur beunruhigen könnte. Alle Feuchtgebiete sind von besonderer Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht der Natur. Flachwasserbereiche, Uferzonen sowie angrenzendes Umland sind Brut- und Aufzuchtgebiete für viele Tiere und insbesondere für Wasservögel, deren Brutzeit sich von April bis Juli erstreckt. Halten Sie möglichst großen Abstand von Nestern und Nachwuchs führenden Wasservögeln. Sind Sie mit mehreren Booten unterwegs und müssen Sie ein Nest oder eine Vogelfamilie passieren, fahren Sie bitte weiträumig und zügig vorbei. Halten Sie die Boote eng zusammen, um die Störung möglichst kurz zu halten.
  2. Informieren Sie sich bitte vor Beginn der Fahrt, ob Ihr Weg durch ein Schutzgebiet führt. In vielen Bereichen unseres Landes sind Schutzgebiete ausgewiesen. Hier gelten besondere Bestimmungen zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt. In manchen Schutzgebieten ist das Befahren der Gewässer verboten (siehe auch Befahrungsregelungen). Die Beschilderung der Schutzgebiete ist vom Wasser aus nicht immer zu sehen. Schuldhafte Verstöße gegen Fahr- und Betretungsverbote hat der Gesetzgeber mit empfindlichen Bußgeldern belegt.
  3. Melden Sie Umweltverschmutzungen. Achten Sie besonders auf stinkende Schmutzwassereinleitungen, Ölfilme und wilde Müllkippen an und in der Nähe von Gewässern. Rechtzeitige Anzeige kann ein Gewässer vor schweren Schäden retten. Zuständig sind die örtlichen Polizei- und Umweltbehörden.
  4. Informieren Sie sich vor der Fahrt bitte über das Gewässer, das Sie befahren wollen. Dies sollte eine Selbstverständlichkeit sein, nicht nur aus Umweltschutzgründen sondern auch aus Sicherheitsgründen. Alle notwendigen Informationen erhalten Sie aus den DKV-Flußführern und dem aktuellen DKV-Sportprogramm. Natürlich enthalten diese Web-Seiten auch zahlreiche Informationen, (z.B. Befahrungsregelungen oder Mindestpegel).
  5. Vermeiden Sie eine Übernutzung. Wenn Sie bereits am Start erkennen, dass das Gewässer hoffnungslos übernutzt ist, dann sollten Sie auf die Befahrung des Gewässers verzichten. Eigenes Fehlverhalten kann nicht damit entschuldigt werden, dass andere die Natur noch stärker belasten.
  6. Kleine Gewässer verlangen eine besonders gute Fahrtechnik. Kleinflüsse sollten nur in kleinen Gruppen mit kleinen Booten befahren werden. Als Faustregel gilt: Alle Boote müssen ohne Grundberührung und Uferkontakt auf der Stelle wenden können.
  7. Überprüfen Sie vor Ort am Gewässer, ob der Wasserstand für Ihre Paddeltour wirklich ausreicht. Bei zu geringem Wasserstand können Tiere und Pflanzen im Flussbett unbemerkt geschädigt werden. Insbesondere kann der Fischlaich dann ersticken. Nach regenarmen Zeiten sind viele Gewässer nicht mehr befahrbar. Weichen Sie in einem solchen Fall auf einen größeren Fluss in der Nähe aus.
  8. Denken Sie schon bei der Anfahrt an die Umwelt. Bilden Sie Fahrgemeinschaften. Stellen Sie Ihren PKW bitte auf öffentlichen Parkplätzen und nicht auf Privat- oder Forstwegen oder sogar Gaststättenparkplätzen ab. Ist letzteres unumgänglich, dann fragen Sie bitte um Erlaubnis.
  9. Vermeiden Sie Uferbeschädigungen beim Start. Starten Sie Ihre Paddeltour nur von Ufern, an denen keine Schäden verursacht werden können. Starten Sie bitte nicht, indem Sie mit Ihrem Boot die Uferböschung hinunterrutschen. Dies zerstört nur das Ufer.
  10. Alle Flachwasser- und Schilfzonen bitte weiträumig umfahren. Sie stehen unter besonderem Schutz. Es sind wertvolle Laich- und Brutgebiete für Fische und Vögel und Standorte seltener Wasserpflanzen.
  11. Genießen Sie die Stille und Einsamkeit. Stören Sie nicht andere Leute, die wie Sie die Ruhe suchen. Vermeiden Sie Lärm und lautes Rufen.
  12. Rasten und Lagern zur kurzen Erholung ist nur an Plätzen möglich, an denen das Ufer nicht beschädigt werden kann.
  13. Das wilde Zelten ist in Deutschland fast überall verboten. Besonders gekennzeichnete Rast- und Lagerplätze für Wasserwanderer sind davon ausgenommen. In den Flussführern sind die besten Übernachtungsmöglichkeiten beschrieben.
  14. Nehmen Sie ihren Müll wieder mit und lassen Sie ihn keinesfalls an ihren Rast- oder Lagerplätzen liegen.
  15. Nehmen Sie beim Umtragen besondere Rücksicht auf Uferbefestigungen und Zäune. Umtragen an Stauanlagen ist nicht immer gestattet. Mancherorts wird es nur stillschweigend geduldet. Notfalls müssen Sie ihr Boot und die Ausrüstung über eine längere Strecke tragen.
    26.10.2015 Marianne Stenglein/Referentin für Presse/Grundsätze nach: DKV-Faltblatt "Naturbewußt paddeln

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