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Europameisterschaften
im Kanuslalom und Kajak-Cross vom 14. bis 18. Mai in Vaires-sur-Marne
auf der Olympiastrecke Paris 2024
Folgende Schwabenkanuten sind
am Start - Emily Apel - Ricarda Funk - Noah Hegge - Sideris Tasiadis
und vom Nachbarverein AKV Hannes Aigner. Wir drücken ihnen
recht fest die Daumen und hoffen, dass viele Fans aus Augsburg mit vor
Ort sein werden!Bild: Emily Apel Es bleibt abzuwarten, was das 13-köpfige deutsche Team in den olympischen Kanal zaubern kann. Denn während in Deutschland noch die nationale Qualifikation um die EM- und WM-Teilnahme lief, bereiteten sich viele Nationen bereits im französischen Vaires-sur-Marne auf die EM vor. Vor allem für die jungen Paddler wie Canadierfahrerin Kimberley Rappe (Leipziger KC), die noch nie in Vaires-sur-Marne waren, heißt es also Erfahrung sammeln. Ihr Clubkamerad, der ursprünglich nominierte Niels Zimmermann, kann aufgrund eines Infektes nicht teilnehmen. Für ihn wurde Timo Trummer (KV Zeitz) nachnominiert. Der 29-Jährige hatte Rang drei bei der nationalen Qualifikation belegt. Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) gehört ebenfalls zu den Nachwuchshoffnungen des Deutschen Kanu-Verbandes. Die 19-Jährige machte 2023 bei den Pre-Olympics bereits Bekanntschaft mit dem Kanal. Doch der Start lief alles andere als von ihr erwartet. Enttäuscht sagte sie damals, dass sei ihr bisher schlechtestes Ergebnis in einem Wettkampf gewesen. Allerdings, auch wenn sie sehr selbstkritisch war: Es war auch ihr erstes Rennen auf höchstem internationalem Niveau. ![]() Auch die Kajakspezialistin Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) hat erstmals den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft. Mit Blick auf die EM sagte die 22-Jährige nach der Qualifikation, zunächst wolle sie den Einzug in das A-Team genießen, weiter an ihren Fähigkeiten arbeiten und Erfahrung sammeln. Ihre EM-Ziele wollte sie aber nicht verraten. Ihre Leistungen bei der nationalen Qualifikation lassen auf jeden Fall hoffen. Ein Grund für weniger Torstabberührungen sieht die Athletin in ihrer kürzlichen Sehstärkekorrektur: „Ich muss tatsächlich sagen – es klingt vielleicht jetzt ein bisschen blöd –, aber seitdem ich mir die Augen gelasert haben lasse, berühre ich weniger. Deswegen würde ich auf jeden Fall sagen: Es hat sich gelohnt.“ Bild: Hannes Augner
Spannend ist auch die Frage, was Cross-Spezialist
Tillmann Röller (KV Schwerte) in den olympischen Kanal zaubern
wird. Der heute 23-Jährige hatte vor einem Jahr „in
letzter Sekunde“ den Olympia-Qualifikationsplatz für
Deutschland geholt. Bei dem damaligen Weltcup in Prag waren auch der
spätere Olympia-Dritte in dieser Disziplin, Noah Hegge, und
Stefan Hengst gestartet. Beide konnten diesen Quotenplatz nicht holen.
Bei der nationalen Qualifikation zeigte Röller seine straken
Fähigkeiten insbesondere in den Kopf-an-Kopf-Rennen. Seine
Achillesferse ist allerdings das Einzelzeitfahren. Zwar dürfte
ihm der neue Modus, alle 32 Zeitschnellsten kommen eine Runde weiter
– früher waren es nur die ersten 20, danach wurde
mit Athleten aus Nationen aufgefüllt, die nicht unter den
Top-20 waren –, entgegenkommen. Aber eine vordere Platzierung
ist dennoch wichtig, um sich den besten Startplatz auf der Rampe zu
sichern.Bild: Noah Hegge Der Viertplatzierte von Paris, Canadierspezialist Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), hatte souverän die nationale Qualifikation gewonnen. Was seine aktuelle Leistung international bedeute, sei schwer einzuschätzen. Und, so betonte er, „es ist nicht mehr viel Zeit bis zur EM.“ Dennoch sehe er diese als kleinen Höhepunkt dieser Saison an. Für die Tokio-Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) wird die Rückkehr an den Paris-Kanal eine mentale Herausforderung. Als Halbfinal-Erste war sie bei Olympia auf Goldkurs, eine kleine Unaufmerksamkeit ließ alle Träume zerplatzen. Für sie heißt es zunächst „Frieden schließen“ mit dem Kanal. Keine leichte Aufgabe wegen der sehr kurzen Vorbereitungszeit. Bild: Ricarda Funk
Die Paris-Olympia-Zweite im Canadier, Elena Lilik
(Kanu Schwaben Augsburg), kann verletzungsbedingt nicht an der EM
teilnehmen. Sie bereitet sich weiterhin darauf vor, nach ihrer
Handgelenksoperation wieder komplett fit zu werden, um dann beim
Weltcup im tschechischen Prag Ende Juni die interne Qualifikation im
Kajak, Canadier und Cross gegen die jeweilige Dritte der nationalen
Qualifikation zu meistern, um an der diesjährigen WM im
September/Oktober teilnehmen zu dürfen.Bild: Sideris Tasiadis
Uta Büttner
Europameisterschaften vom 14. bis 18. Mai in Vaires-sur-Marne C1 Damen: Andrea Herzog (Leipziger KC), Nele Bayn (Leipziger KC), Kimberley Rappe (Leipziger KC) C1 Herren: Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), Lennard Tuchscherer (Leipziger KC), Timo Trummer (KV Zeitz) K1 Damen: Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach), Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg), Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) Cross Damen: Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach&Kanu Schwaben), Andrea Herzog (Leipziger KC), Nele Bayn (Leipziger KC) Cross Herren: Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm), Tillmann Röller (KV Schwerte) EM-Zeitplan:
Text Uta
Büttner , Fotos von Marianne Stenglein / BKV Bezirk Schwaben
13.05.2025
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